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Social Startup Pitch Berlin 2016

Der Social Entrepreneurship Pitch am 16. Februar 2016 gibt sozial fokussierten Gründern, die sich auf Produkte und Dienstleistungen für oder von Migranten konzentrieren, eine Bühne. Diese haben die Chance, ihre Konzepte und Visionen vor einer Vielzahl etablierter, im CSR-Bereich aktiver, Unternehmen zu präsentieren. Eine frische und interessante Idee, die wir gern unterstützen.

Neben den spannenden Pitch-Präsentationen wird es inhaltliche Impluse von Unternehmen geben, die vormachen, wie Social Entrepreneurship Bestandteil der Unternehmens-DNA werden kann: Manuela Pastore von Boehringer Ingelheim wird in ihrer Keynote „Social Entrepreneurship – die neue CSR?“ aufzeigen, wie Unternehmen ihre CSR-Arbeit mit Social Entrepreneurship verbinden können. Vincent Zimmer, Mitgünder der Kiron University, wird darüber referieren, welchen Beitrag Social Entrepreneurship zur Integration von Migranten leistet. Abgerundet wird das Programm durch ein Grußwort von Brigitte Zypries, parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesminister für Wirtschaft und Energie. Folgender Ablauf ist geplant:

Ab 16:30 Uhr Eintreffen und Akkreditierung der Teilnehmer
17:00 Uhr Begrüßung durch die Veranstalter (Nils Dreyer, Hilfswerft; Sascha Schubert, BVDS)
17:15 Uhr Social Entrepreneurship – Treiber für die Integration von Migranten (Vincent Zimmer, kiron university)
17:35 Uhr Social Entrepreneurship – die neue CSR? (Manuela Pastore, Boehringer Ingelheim GmbH)
17:55 Uhr Pause/Umbau
18:00 Uhr Social Startup Pitches (moderiert von Katharina Dermühl, Migration Hub)
19:30 Uhr Pause/Snacks
20:00 Uhr Grusswort (Brigitte Zypries, parlamentarische Staatssekretärin BMWI)
20:05 Uhr Preisverleihung/Schlusswort (Katharina Dermühl, Nils Dreyer)
20:15 Uhr open space /networking
21:00 Uhr Ende der Veranstaltung

Nutzen Sie die Möglichkeit und lernen Sie die neue Generation der Sozialunternehmer kennen für die Massenmigration, Demografischer Wandel oder die Energiewende keine Horrorszenarien, sondern neue Marktpotenziale und Chancen sind! Die Anmeldung erfolgt über die Webseite des Veranstalters.

Unternehmerische Verantwortung ist mehr als Bekenntnis und Dogma - Interview mit Daniela Röcker

Daniela Röcker, Kultur-Komplizin aus Stuttgart, ist Impulsgeberin der Initiative EnjoyWork – Lebens- & Arbeitswelten mit Zukunft. Sie ist Komplizin einer nachhaltigen und zukunftsfähigen Unternehmenskultur sowie nachhaltigem Wirtschaften im Sinne von Corporate Social Responsibility und Cradle-to-Cradle. Kai-UWe Hellmann aus unserem Orga-Team hatte im Vorfeld des CSRcamps16 die Möglichkeit, mit ihr dieses Interview zu führen.

Kai-Uwe: Liebe Daniela, die CSR-Debatte hält ja nun schon eine Weile an, und infolgedessen hat sich das Verständnis von „Corporate Social Responsibility“ durchaus gewandelt. Daher meine erste Frage: Wie definierst Du „Corporate Social Responsibility“?

Daniela: CSR ist für mich die gesellschaftliche Verantwortung von Unternehmen im Kontext nachhaltigen Wirtschaftens. CSR betrifft das Kerngeschäft und zeigt, wie gewirtschaftet wird: umwelt- und ressourcenverträglich, sozial und ethisch verantwortlich und ökonomisch erfolgreich.
Mein Verständnis von CSR lehnt sich an die Definition der EU-Kommission an: „CSR is the responsibility of enterprises for their impact on society…Companies can become socially responsible by: following the law; integrating social, environmental, ethical, consumer, and human rights concerns into their business strategy and operations.“ (ec.europa.eu)
Ich möchte hier bewusst nur die englische Definition verwenden, weil das „social“ in Corporate Social Responsibility in Deutschland immer noch zu oft mit „sozial“ statt mit „gesellschaftlich“ übersetzt wird. Dies führt regelmäßig zu einem Verständnis von CSR, das deutlich zu kurz greift.
Vor die Frage nach der Definition von CSR würde ich daher die Frage setzen: „Was bedeutet Gesellschaft für Dich?“ Da Gesellschaft aber ähnlich wie CSR vieldeutig ist, käme für mich die kurze Definition der Bundeszentrale für politische Bildung recht nahe an mein Verständnis heran: „Gesellschaft ist eine Sammelbezeichnung für unterschiedliche Formen zusammenlebender Gemeinschaften von Menschen, deren Verhältnis zueinander durch Normen, Konventionen und Gesetze bestimmt ist und die als solche eine Gesellschaftsstruktur (G.-Gefüge) ergeben.“ Diese Definition geht m.E. auch über ein nationales Verständnis von Gesellschaft hinaus.
Ich denke gerne in Systemen, daher ist CSR für mich auch ein offenes System, in dem „gutes Wirtschaften“ stattfindet. Unter „gutem Wirtschaften“ verstehe ich den verantwortungsvollen Umgang mit Ressourcen, Umwelt und Stakeholdern. Das heißt, ein nachhaltiges Wirtschaften im ursprünglichen Wortsinn von nachhaltig: ich entnehme nur so viel, wie innerhalb eines bestimmten Zeitraums auch wieder ins System Welt hineingegeben werden kann. CSR spiegelt damit gleichzeitig die innere Haltung und das unternehmerische Handeln der UnternehmensinhaberInnen bzw. der Unternehmensführung, weil hier ein Verständnis für Systeme und deren Wirkungen wie auch ein ganzheitliches Bewusstsein vorhanden sein muss.

Kai-Uwe: Die CSR-Debatte hatte sich anfangs sehr stark mit Begriffsarbeit und Konzeption, mit Selbstfindung und Selbstabgrenzung befaßt, fast Grundlagenforschung im Sinne von Thomas S. Kuhn. Später trat dann die empirisch-praktische Dimension hinzu: Wie funktioniert CSR in der Praxis? Inwieweit halten sich die Unternehmen etc. daran? Ist ihnen zu trauen? Und welche Funktion haben die Kunden, die Klientel etc., um CSR im Alltagsgeschäft adäquat zu integreren. Wo siehst Du momentan die größte Herausforderung für CSR in Zukunft?

Daniela: Von November 2011 bis Dezember 2014 lief bundesweit das ESF-geförderte Programm des BMAS „CSR im Mittelstand“, in dem insgesamt 74 CSR-Projekte umgesetzt wurden. Im größten dieser Einzelprojekte war ich für das Projektmanagement und die Kommunikation zuständig. Innerhalb dieser Zeit durfte ich sehr viele Facetten von CSR kennenlernen, was meine Überzeugung für CSR als elementaren Unternehmenskern geschärft hat. Während der Projektzeit bestand die größte Herausforderung darin, die MitarbeiterInnen in den Unternehmen für CSR zu begeistern. Oft ist dies nur begrenzt gelungen, weil CSR-Weiterbildungen und CSR–Maßnahmen als zusätzliche Belastung zum stressigen Alltagsgeschäft wahrgenommen wurden. Andere Projektträger machten ähnliche Erfahrungen.
Heute kann ich sagen: Unternehmen, die CSR in ihr Kerngeschäft integriert haben und authentisch agieren, haben weniger Schwierigkeiten, ihr Team mitzunehmen – nicht grundsätzlich, aber häufig. Die Motivation der Mitarbeitenden wird auch künftig eine Herausforderung sein.
Die größte zukünftige Herausforderung für CSR liegt aber in einem anderen Feld – nämlich in der Lieferkette. Bei der Umsetzung von CSR betrachte ich logischerweise auch meine Lieferkette. Ich erhebe Daten zur Arbeit der Lieferanten: Wie wird transportiert? Woher kommen die Rohstoffe? Wie sind die Produktions- und Arbeitsbedingungen in den Herstellerländern? Wie relevant sind dort Umweltaspekte und Menschenrechte? Das bedeutet u.a. die Erkenntnis, dass diese Kette nicht immer lückenlos nachvollziehbar ist, weil Akteure verflochten sind, die sich weder kennen, noch deren Arbeitsweise transparent ist. Weiterhin heißt das zu akzeptieren, dass in anderen Ländern kein oder ein anderes CSR-Verständnis als in Deutschland vorhanden ist. Und zuletzt betrifft es die Produkte und deren Komponenten selbst: oft kann ich nicht nachprüfen, aus welchen Stoffen meine Produkte bestehen, weil es keine oder nur eingeschränkte und darüber hinaus nicht einheitliche gesetzliche Vorschriften zur Deklaration gibt. Diese Störfaktoren gilt es in den nächsten Jahren bzw. Jahrzehnten sichtbarer zu machen, damit ein konsequentes nachhaltiges Handeln möglich ist.
Die EU-Kommission hat 2013 eine Richtlinie auf den Weg gebracht, die zusammen mit ihrer Ergänzung von 22.10.2014 bis Dezember 2016 von den Mitgliedstaaten in nationales Recht überführt werden soll. Sie tritt ab 2017 in Kraft. Die Richtlinie betrifft vorläufig nur Unternehmen ab 500 Mitarbeiter (https://www.csr-in-deutschland.de/bundesregierung-und-csr/die-neue-richtlinie-zur-berichterstattung-ueber-nichtfinanzielle-informationen-sog-csr-richtlinie-fuer-mehr-unternehmenstransparenz-in-europa.html). Dabei müssen in der Berichterstattung zusätzlich sogenannte nicht-finanzielle Informationen für folgende Themen angegeben werden:
– Umweltfragen
– gesellschaftliche Fragen und Arbeitnehmeraspekte
– Menschenrechte
– Bekämpfung von Korruption und Bestechung
– Diversität in Vorständen und Aufsichtsräten
Man darf davon ausgehen, dass diese Richtlinie auf weitere Unternehmensgrößen ausgeweitet wird, insbesondere im Hinblick auf die Klimaziele der einzelnen Staaten. Auf nationaler Ebene werden z.B. Nicht-KMUs gesetzlich verpflichtet, bis zum 05.12.2015 ein Energieaudit durchzuführen (https://www.bafa.de/bafa/de/energie/energie_audit/publikationen/merkblatt_energieaudits.pdf).
CSR ist also auf einem guten Weg, nicht mehr nur freiwillige Verpflichtung zu sein. Die Weichen für weitere gesetzliche Vorgaben sind gestellt. Unternehmen, die sich also frühzeitig mit der Thematik auseinandersetzen, werden die Nase vorn haben.
Eine weitere Herausforderung ist die Vielfalt der wirtschaftlichen Tätigkeiten eines Unternehmens. Es gibt grundsätzlich viele, u.a. gesetzlich gestützte Vorgaben, die in eine CSR-Strategie hineinspielen können (z.B. Compliance, Zertifizierungssysteme), aber es gibt keine „Bedienungsanleitung“ für CSR. Dies ist Fluch und Segen zugleich. Jedes Unternehmen hat die Freiheit, seine CSR-Strategie so umzusetzen, wie es sie für sinnvoll erachtet. Diese Freiheit bedeutet gleichzeitig Unsicherheit, weil zwar Best-Practice-Beispiele als Anregung verstanden werden können, aber für die eigenen Prozesse eine individuelle Betrachtung notwendig ist. Die Berichterstattung nach GRI-Richtlinien kann hilfreich sein, aber auch die ISO 26000 als CSR-Leitfaden ist eine gute Basis, um mit CSR zu beginnen.
Ein weiteres großes Thema im Kontext CSR ist die zunehmende Veränderung unserer Arbeitswelten im Hinblick auf Digitalisierung (technisch und kulturell) und agile Führung. Aktuelle CSR-Modelle bilden diese Aspekte noch nicht ab. Was bedeutet es z.B. für meine CSR-Strategie und mein CSR-Verständnis, wenn es immer mehr projektbezogene und freiberufliche Arbeitsverhältnisse gibt? Welche Relevanz belegt der Datenschutz von Mitarbeitenden bei CSR, wenn Arbeitsprozesse mehr und mehr digitalisiert werden? Diese Fragen sind enorm spannend, wenn man sie mit der Frage des nachhaltigen Wirtschaftens verknüpft und sind eine besondere Herausforderung für CSR.

Kai-Uwe: Die CSR-Perspektive stellt etwa für Unternehmen ja zunächst keine Maßnahme dar, die sich ohne weiteres in die Profitlogik ihrer Praxis harmonisch einfügt. Oftmals sind damit zusätzliche Kosten verbunden, die normalerweise durch erhöhte Preis kompensiert werden müssen, was den Absatz gefährdet. Dies ist nur ein Beispiel für etwaige Schwierigkeiten, die bei der Implementierung von CSR-Maßnahmen auftreten können. Wie würdest die Situation inzwischen einschätzen, Daniela: Welche Widerstände sind bei CSR-Strategien hauptsächlich zu überwinden, um diese Perspektive gesellschaftsweit zum Erfolg zu führen?

Daniela: Die Frage ist sehr groß gestellt und impliziert eine Lösung, die auf linearem Denken beruht und die es so nicht gibt. Was bedeutet in diesem Zusammenhang gesellschaftsweiter Erfolg? Soll CSR missionarisch vorgehen? Das Schema „Ich überwinde Widerstände und dann stellt sich Erfolg ein“ muss aus unseren Köpfen raus. Denn damit kann auch immer eine Ausprägung von Gewalt und Autorität verbunden sein: Ich habe die Deutungshoheit über eine Sache, daher kann ich Dir sagen, was gut für Dich ist. Eine gute CSR-Strategie sollte diesem Schema nicht folgen.
Zunächst einmal ist es wichtig, CSR fest im Kerngeschäft zu verankern, um überhaupt erfolgreich zu sein. Wird CSR nur als Supplement begriffen, bleiben Spill-Over-Effekte aus. Eine langfristige CSR-Strategie setzt nicht nur Ziele, sondern betrachtet permanent die Wechselwirkungen zwischen verschiedenen Stakeholdern und passt das operative Geschäft entsprechend an. Langfristig kann das durchaus gesellschaftlichen Impact haben, im besten Fall wechselseitig und gleichberechtigt, weil Gesellschaft und Unternehmen gleichzeitig lehren und lernen können.
Widerstände gibt es immer: intern wie extern. Intern z.B. bei Mitarbeitern, die Veränderungen rundweg ablehnen – die Gründe dafür sind enorm vielfältig. Diesen Widerständen begegnet man sinnvollerweise, indem man sie ernst nimmt und respektiert. Überzeugungsarbeit ist dabei fehl am Platze. Hier greift ein wertschätzender, empathischer Dialog. Zwang oder gar Sanktionen führen völlig ins Leere. Gleiches gilt für externe Widerstände, z.B. bei Lieferanten. Daher: Widerstände sollten willkommen sein. Nur so bleibt man im Dialog, denn CSR ist ein sehr langer Prozess und mutmaßlich nie abgeschlossen.

Kai-Uwe: CSR-Maßnahmen – auf Unternehmen bezogen – bedeutet immer auch: Bestimmte Mitarbeiter der Unternehmen sind für die Beachtung und Umsetzung verantwortlich, ggf. sogar jeder einzelne Mitarbeiter. Vor diesem Hintergrund möchte ich Dich fragen: Siehst Du einen Zusammenhang zwischen Mitarbeiterführung und CSR?

Daniela: Nicht notwendigerweise. Es ist unerheblich, ob ich ein Unternehmen streng hierarchisch, soziokratisch oder demokratisch führe; ob ich top-down führe, flache oder gar keine Hierarchien habe. CSR kann in jeder Art von Führung umgesetzt werden.
Wenn es allerdings um den langfristigen Erfolg und gesellschaftlichen Impact einer CSR-Strategie geht, spielt die Führung eine große Rolle. Dann besteht auch ein Zusammenhang bzw. gibt es Wechselwirkungen. Dies hängt jedoch stark vom CSR-Verständnis der Führung ab. Insbesondere zwei Faktoren, die sich gegenseitig bedingen, spielen hier eine Rolle: Erstens, was versteht die Führung unter gesellschaftlicher Verantwortung? Die Bandbreite reicht hier vom sozialen Engagement bis zum gesamtglobalen Bewusstsein und Handeln. Zweitens: An welchem Punkt im Unternehmen sieht die Führung das Thema CSR? Wird CSR im Marketing oder im Controlling verortet, werde ich nie das Potential nutzen können, welches CSR bietet. CSR im Marketing birgt die Gefahr zu „Greenwashing“ zu werden – Beispiele dafür gibt es zuhauf – und schädigt somit die Reputation des Unternehmens. CSR im Controlling verschenkt Möglichkeiten zu disruptiven Veränderungen und Innovationen, weil CSR nicht effizient ist, auch wenn dadurch Kostenersparnis möglich ist.
Bei einer langfristig erfolgreichen CSR-Strategie hat die Führung einen gesellschaftlichen Weitblick, ein wertschätzendes Menschenbild und ist intrinsisch zur Umsetzung motiviert. In diesen Firmen wird die Unternehmensführung von Mitarbeitenden ernst genommen, weil sie langfristig authentisch handelt.
Auch wenn CSR in diesen Unternehmen erfolgreich ist, kann es sein, dass CSR-Potential verschenkt wird. CSR wird auch hier als „Führungsthema“ wahrgenommen.
In Unternehmen, in denen Mitarbeiter selbstbestimmt arbeiten und Führung als agil und moderativ verstanden wird, kann CSR noch mehr Gewicht bekommen. Denn hier gibt es keine CSR-Abteilungen oder CSR-ManagerInnen. CSR wäre hier eine Strategie, die alle Mitarbeitenden gleich fordert. Alle hätten die Möglichkeit, CSR-Maßnahmen zu initiieren und verantwortlich umzusetzen. Dies würde sowohl die Vielfalt der Aktivitäten fördern, als auch ein verstärktes Bewusstsein dafür schaffen, wo überall CSR drinstecken kann. Ein angenehmer Nebeneffekt wäre dann die Motivation des Einzelnen, weil sich jeder für ein CSR-Thema engagieren könnte, das seiner persönlichen Lebenswelt am nächsten steht. Bei einer solchen CSR-Strategie wäre möglicherweise ein schnellerer gesellschaftlicher Effekt zu erzielen als bei klassischen Strategien.
Ein weiterer Aspekt könnte sein, dass man neben CSR auch weitere Alternativen denken könnte – hier sei nur kurz u.a. das Cradle-to-Cradle-Konzept als Weiterführung von CSR erwähnt.

Kai-Uwe: Für die CSR-Debatte spielt die Zivilgesellschaft eine sehr wichtige Rolle: Ähnlich wie bei der öffentlichen Meinung für die Politik könnte man der Zivilgesellschaft eine Art Richterfunktion für die Bewertung der Umsetzung von CSR-Maßnahmen zuordnen. Wenn man nun die Annahme formuliert, der Glaube an den Wert der Zivilgesellschaft, oder profaner formuliert: Hohes zivilgesellschaftliches Engagement zeuge von einer Art Zivilreligion, von einem säkularen Glaubenssystem ohne echte Götter: Könnte man auf Grundlage dieser Annahme sagen, die Relevanz von CSR stehe in Verbindung mit der Akzeptanz einer solchen Form von Zivilreligion?

Daniela: Das Modell CSR ermöglicht bestimmte Arten von Weltanschauungen und streift daher sicherlich auch Aspekte des Begriffs Zivilreligion. Ganz konkret wäre das z.B. die Menschenwürde, die sich sowohl in der deutschen Verfassung findet, als auch transnational in der EU-Definition von CSR.
Allerdings sehe ich den Begriff Zivilreligion sehr kritisch, weil das System Religion meinem Verständnis nach immer mit Bekenntnissen und Dogmen verknüpft ist. Dogmen können durchaus zu Irritation und Widerstand führen, aber sie behindern den wertschätzenden Dialog durch Ignoranz und Abgrenzung. Das ist m.E. nicht zukunftsfähig.
Nichtsdestotrotz widmen sich gerade kirchliche Institutionen gerne dem Thema CSR – hauptsächlich mit Bezug auf das soziale Engagement der Unternehmen. Diese Aktionen sind unbedingt begrüßenswert und förderungswürdig, denn soziales Engagement ist ein niedrigschwelliger Einstieg in das komplexe Thema CSR. Einmal sensibilisiert kann ein Unternehmen hier weiter gehen.
CSR kann ein Werkzeug zu einem zukunftsfähigen Wirtschaften, mithin zu einer zukunftsfähigen Gesellschaft, sein und sollte daher offen für jede Art von Denken sein.

Kai-Uwe: Vielen Dank für das Gespräch.

Daniela: Vielen Dank für die interessanten Fragen.

Daniela Röcker, Kultur-Komplizin aus Stuttgart, ist Impulsgeberin der Initiative EnjoyWork – Lebens- & Arbeitswelten mit Zukunft. Sie ist Komplizin einer nachhaltigen und zukunftsfähigen Unternehmenskultur sowie nachhaltigem Wirtschaften im Sinne von Corporate Social Responsibility und Cradle-to-Cradle.


 


 
 
 

Gesellschaft unter Strom: So bewegt uns die Energiewende

Ein steigender Energiebedarf bei begrenzten natürlichen Ressourcen stellt Energieversorger, Industrie und Verbraucher vor immer neue Herausforderungen.
Welche Handlungsfelder und Steuerungsmechanismen von Corporate Social Responsibility (CSR) in der Energiewirtschaft dazu beitragen, sie richtig zu bewältigen, welche Rolle die Bürgerbeteiligung und Akzeptanz von Großprojekten spielt, warum CSR-Kommunikation 3.0 Basis für eine erfolgreiche Energiewende ist und Personal- und Organisationsentwicklung ein innerbetrieblicher Treiber der Energiewende, erklären die Beiträge im aktuellen Herausgeberband „CSR und Energiewirtschaft“, der nun im Rahmen der von Prof. René Schmidpeter erschienenen Management-Reihe Corporate Social Responsibility vorliegt.

Kernfragen des Buches: Wie ist die Energiewende finanzierbar? Was muss vordringlich geschehen? Mit welchen Technologien ist der Umstieg zu schaffen? Wie umweltfreundlich sind erneuerbare Energien? Wie können Fehlentwicklungen verhindert werden? Was muss die Politik leisten? Liegen in Zukunft Energie- und Steuersparen eng beieinander? Wie kann die Energiewende vor Ort beschleunigt werden? Wo steht der Mittelstand? Weshalb entscheidet das Engagement der Bundesländer über das Gelingen des grünen Umbaus?

Über den interdisziplinären Ansatz der Herausgeber werden erstmals Debatten und Erkenntnisse aus Wirtschaft, Wissenschaft, Politik, Kultur und Medien zusammengeführt. Die Autorinnen und Autoren kommen aus den unterschiedlichsten Lebens- und Arbeitsbereichen. So finden sich hier Beiträge ausgewiesener Experten neben Denkbruchstücken von Menschen, die gerade erst beginnen, sich mit dem Thema zu beschäftigen. Zahlreiche Ansätze für regionale Energiemanagementkonzepte, die die „Energiewende von unten“ besser koordinieren, zeigen, wie sich die Energiewende fair gestalten lässt.

Ein komplexes Thema wie CSR und Energie wird hier vereinfacht und praxisnah einer möglichst breiten Leserschaft zugänglich und im besten Wortsinn „bewusst“ gemacht:
„Es geht um das Große im Kleinen und das Kleine im Großen, um gesamtheitliche Zusammenhänge und eine nachhaltige Steuerung der gesamten Wertschöpfungskette. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf dem Endverbraucher, dem die Energiewende in kleinen Schritten nähergebracht werden soll.“ (Vorwort der Herausgeber)

Autoren sind u.a.: Heinz Dürr, Dr. Barbara Hendricks, Prof. Maximilian Gege, Monika Griefahn, Wolfgang Saam, Prof. Gesine Schwan, Opel-Vorstand Tina Müller Franz Untersteller. Der Fokus liegt allerdings auf mittelständischen Unternehmen, die Pionierarbeit leisten oder geleistet haben und zeigen, was im Rahmen der eigenen Möglichkeiten machbar ist. Es ist zugleich ein Buch der Vielfalt – das betrifft nicht nur die darin enthaltenen Themen, sondern auch die hier vertretenen Autorinnen und Autoren, die aus den unterschiedlichsten Lebens- und Arbeitsbereichen kommen.

Für Autoren und Herausgeber ist dies ein honorafreies Projekt – welches wir gern unterstützen, um dem Thema ein noch stärkeres Gewicht in der Öffentlichkeit zu geben. Wir sind uns sicher, dass Aspekte der Energiewende auch auf dem #CSRcamp16 thematisiert werden.

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Zum Buch:cover_csr_energiewirtschaft
CSR und Energiewirtschaft. www.springer.com/de/book/9783662465820
Hg. von Alexandra Hildebrandt und Werner Landhäußer.
Springer-Verlag Berlin Heidelberg 2016.
679 Seiten.
ISBN 978-3-662-46582-0

Die Herausgeber:
Werner Landhäußer ist geschäftsführender Gesellschafter der Mader GmbH & Co. KG mit Sitz in Leinfelden-Echterdingen.
Dr. Alexandra Hildebrandt ist Nachhaltigkeitsexpertin, Hochschuldozentin, Publizistin und Wirtschaftspsychologin.

11. Deutsches CSR-Forum am 20./21. April in Ludwigsburg bei Stuttgart

Nach dem CSRCamp ist vor dem CSR-Forum. Eine noch nie da gewesene Vielfalt an Themen und Variationsmöglichkeiten rund um die gesellschaftliche Verantwortung von Unternehmen – Corporate Social Responsibility – und Nachhaltige Unternehmensführung bietet das 11. Deutsche CSR-Forum. Es findet am 20. und 21. April 2015 in Ludwigsburg bei Stuttgart statt. Die Vielfalt spiegelt die steigende Bedeutung der Thematik wider, für Unternehmen, Nichtregierungsorganisationen und Politiker.

Auf der Hauptveranstaltungsschiene, dem „Forum“, wird das Motto des Jahres diskutiert: Ist es schon so, dass es „ohne CSR keinen Geschäftserfolg“ mehr gibt? Oder wie entscheidend für den Geschäftserfolg sind CSR und Nachhaltige Unternehmensführung heute? Diskutiert werden ebenfalls die Themen „Warum Bürger dagegen sind“ und „CSR in der weltweiten Textil-Lieferkette“.
Etwa 20 weitere Themen rund um CSR werden in verschiedenen Formaten in Kleingruppen vertieft. Außerdem bietet die Expo, auf der Unternehmen und Institutionen ihr Nachhaltigkeitsengagement präsentieren, vielfältige Netzwerkmöglichkeiten. Festlicher Höhepunkt ist die Verleihung des Deutschen CSR-Preises am Abend des 20. April.
Erstmalig integriert in das Deutsche CSR-Forum sind außerdem die beiden Teilkongresse „CSR and Human Resources Summit“ und „First Academic CSR Summit“.

Veranstaltungsort:
Forum am Schlosspark, Stuttgarter Str. 33, 71638 Ludwigsburg

Anmeldung:
• Deutsches CSR-Forum: verschiedene Tarife, Bsp.: „Premiumticket“ Großunternehmen für 890 EUR oder „Premiumticket“ NGO/NPO 579 EUR über das Anmeldeformular
• Stände für die Expo sind ebenfalls buchbar: Informationen dazu und Anmeldung finden sich unter dem Link.

Wir wünschen unserem Kooperationspartner eine großartige Veranstaltung und werden vielleicht so gar selbst vor Ort sein.

Bundesregierung zeichnet fünf Unternehmen mit CSR-Preis aus

Die Bundesregierung hat gestern Abend in einer feierlichen Preisverleihung wirtschaftlich, sozial und ökologisch verträglich handelnde Unternehmen mit dem CSR-Preis ausgezeichnet. Als Abschluss des diesjährigen CSR-Praxistages wurden vor rund 250 Gästen in Anwesenheit der Bundesministerin für Arbeit und Soziales, Andrea Nahles, im Berliner Humboldt Carré Auszeichnungen in unterschiedlichen Größenkategorien an Bischof + Klein, Lebensbaum, die Otto Group und SPEICK Naturkosmetik vergeben. Zudem wurde die Micas AG mit dem Sonderpreis der Jury geehrt.

Andrea Nahles: „Wer nachhaltig wirtschaftet, investiert in den eigenen Unternehmenserfolg. Viele Unternehmen in Deutschland haben dies bereits erkannt und verantwortliches Handeln bewusst im betrieblichen Alltag verankert. Die in diesem Jahr ausgezeichneten Unternehmen haben bewiesen, dass beständiges Engagement nicht nur die Gesellschaft in Deutschland stärkt und Entwicklungschancen in anderen Ländern eröffnet, sondern auch die eigenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie Kundinnen und Kunden begeistern kann. Wir hoffen, dass dieser Einsatz viele Nachahmer findet.

Der CSR-Preis der Bundesregierung wurde 2014 zum zweiten Mal vergeben. Die prämierten Unternehmen sind:

Otto Group, Hamburg (Kategorie 5.000 und mehr Beschäftigte)
Die Otto Group weist ganzheitliches CSR-Engagement vor, das sich über viele Jahre hinweg kontinuierlich weiterentwickelt hat und systematisch in das Management integriert ist. Das Unternehmen übernimmt Verantwortung für seine Lieferkette. Besonders überzeugt hat die Otto Group mit der impACT-Methode, mit der wesentliche Umwelt- und Sozialauswirkungen entlang der gesamten Wertschöpfungskette quantifiziert und bewertet werden.

Bischof + Klein GmbH & Co. KG, Lengerich (500 bis 4.999 Beschäftigte)
Der Hersteller flexibler Verpackungen und technischer Folien, Bischof + Klein, stellt sich seit Jahren im CSR-Bereich ganzheitlich auf und weist eine hohe Innovationsfähigkeit auf. Hervorzuheben ist die Anwendung hoher Umweltstandards und die Einbindung von Umweltaspekten in allen Unternehmensbereichen. Im Umgang mit seinen Mitarbeitern zeichnet sich Bischof + Klein durch Kitaplätze für Mitarbeiterkinder, verschiedene Teilzeitmodelle und einen Verzicht auf Leiharbeitsverhältnisse aus. Die hohe Mitarbeiterzufriedenheit schlägt sich in der Betriebszugehörigkeit der Angestellten von durchschnittlich 18 Jahren nieder.

Lebensbaum / Ulrich Walter GmbH, Diepholz (50 bis 499 Beschäftigte)
Das kontinuierliche Engagement und die gelungene Integration von Umwelt- und Sozialaspekten in das Kerngeschäft sind Gründe für die Auswahl von Lebensbaum. Herausragend sind nicht nur die nachhaltige Produktpalette und die Unternehmenskultur mit einer ausgeprägten Mitarbeiterbeteiligung, sondern auch das Lieferantenentwicklungssystem, das Lieferanten nicht nur zu Qualitäts-, Sozial- und Umweltstandards verpflichtet, sondern sie dabei auch unterstützt, die Standards einzuhalten.

SPEICK Naturkosmetik, WALTER RAU GmbH & Co. KG, Leinfelden-Echterdingen (1 bis 49 Beschäftigte)
Die SPEICK Naturkosmetik überzeugt mit einer nachhaltigen Produktpalette und einem hohen Umweltengagement vor allem in der Rohstoffgewinnung. Im Umgang mit seinen Mitarbeitern zeichnet sich das Unternehmen dadurch aus, dass es trotz geringer Mitarbeiterzahl über einen Betriebsrat verfügt und seine Arbeitsverhältnisse über Tarifverträge regelt. SPEICK arbeitet nicht nur seit Jahren intensiv daran, die eigenen hohen Standards weiter zu entwickeln, sondern setzt sich auch aktiv dafür ein, nachhaltiges Handeln in der gesamten Branche weiter zu verankern.

MICAS AG, Oelsnitz/Erzgebirge (Sonderpreis der Jury für herausragende CSR-Maßnahmen in KMU – kleinen und mittleren Unternehmen)
Die MICAS AG wird mit dem Sonderpreis der Jury ausgezeichnet, weil sich das Unternehmen aus dem Erzgebirge in besonderem Maße um die Vereinbarkeit von Familie und Beruf verdient macht. Mit dem Aufbau einer betriebseigenen Kita und eines Horts adressiert die MICAS AG ein Thema, das der Lebenswirklichkeit der Mitarbeiterschaft entspricht und im Hinblick auf die gesellschaftliche Entwicklung zukunftsweisend ist.

Mit dem CSR-Preis der Bundesregierung werden seit 2013 Unternehmen mit Sitz in Deutschland ausgezeichnet, die ökonomisch, ökologisch und sozial verantwortungsvoll wirtschaften. Besonderer Wert wird bei der Methodik auf die Einbettung von verantwortungsvollem Handeln in die Gesamtstrategie eines Unternehmens gelegt. Die Preisträger wurden von einer achtköpfigen Jury aus 21 nominierten Unternehmen ausgewählt. Die Jury besteht aus Mitgliedern des Nationalen CSR-Forums, das die Bundesregierung zu CSR-Themen berät.

Die Unternehmen hatten zunächst in einer Management-Befragung Angaben zu den fünf Aktionsfeldern „Unternehmensführung“, „Markt“, „Arbeitsplatz“, „Umwelt“ und „Gemeinwesen“ gemacht. Diese Selbsteinschätzungen der Unternehmen wurden in ausführlichen Befragungen von Stakeholdern wie Betriebsräten, Nichtregierungsorganisationen, wissenschaftlichen Institutionen, Lieferanten, Kundinnen und Kunden sowie Branchenverbänden gespiegelt. Die Interviews wurden von unabhängigen Expertinnen und Experten durchgeführt.

Am Tag der Preisverleihung fand zudem der „Praxistag“ des CSR-Preises der Bundesregierung 2014 statt. Rund 250 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Unternehmen, Politik und Zivilgesellschaft diskutierten, wie verantwortliches Unternehmenshandeln Wirkung entfalten kann und wie man in einen sinnvollen Austausch mit Kunden, Mitarbeitern, Standortgemeinden oder Umweltgruppen tritt. Viele gute Beispiele aus kleineren und großen Unternehmen boten den Gästen eine Lernplattform und gaben konkrete Einblicke in die praktische Umsetzung von CSR. In fünf Workshops erörterten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer Erfolgskriterien für die Aktionsfelder sowie Schlüsselfaktoren für ein erfolgreiches CSR-Engagement von kleinen und mittleren Unternehmen (KMU).

CSR steht für Corporate Social Responsibility und bezeichnet eine verantwortungsvolle Unternehmensführung mit

– fairen Geschäftspraktiken,
– mitarbeiterorientierter Personalpolitik,
– sparsamem Einsatz von natürlichen Ressourcen,
– Schutz von Klima und Umwelt,
– gesellschaftlichem Engagement und
– Übernahme von Verantwortung über die ganze Lieferkette hinweg.

Weitere Informationen, die Namen der Jurymitglieder sowie die ausführlichen Begründungen für die Auszeichnungen erhalten Sie beim Wettbewerbsbüro.

CSR-Preis der Bundesregierung 2014: Jury nominiert Unternehmen

Die Finalisten für den CSR-Preis der Bundesregierung 2014 stehen fest. In vier Größenkategorien hat die Experten-Jury 21 Unternehmen nominiert, die ihre langfristigen Strategien und konkrete Aktivitäten in den Bereichen Unternehmensführung, Produkte und Lieferkette sowie Arbeitsplatz, Umwelt und Gemeinwesen in einer Managementbefragung präsentiert haben.

Logo-CSR-Preis

„Die Auswahl der Finalisten zeigt, dass Verantwortung über alle Branchen hinweg eine wichtige Rolle spielt“, bewertet Thorben Albrecht, Staatssekretär im Bundesministerium für Arbeit und Soziales und Vorsitzender der Jury, den zweiten Wettbewerbsdurchlauf. „Besonders gefreut hat uns die große Zahl der Erstbewerber sowie die hohe Qualität der Einreichungen“, so Albrecht weiter.

Für den CSR-Preis der Bundesregierung 2014 nominiert sind:

In der Kategorie „Unternehmen mit 1 – 49 Mitarbeiter/innen“
– 360report GmbH
– Das Caféhaus LANGES e.K.
– MICAS AG
– Orthopädie-Schuhtechnik Schwarzenberg GmbH
– Papaya Tours GmbH
– SPEICK Naturkosmetik, WALTER RAU GmbH

In der Kategorie „Unternehmen mit 50 – 499 Mitarbeiter/innen“
– Lebensbaum / Ulrich Walter GmbH
– Mattes & Ammann GmbH & Co. KG
– Neumarkter Lammsbräu Gbr. Ehrnsperger KG
– Tries GmbH & Co. KG
– VILSA – BRUNNEN Otto Rodekohr GmbH & Co. KG

In der Kategorie „Unternehmen mit 500 – 4.999 Mitarbeiter/innen“
– Alnatura Produktions- und Handels GmbH
– Bischof + Klein GmbH & Co. KG
– FRoSTA AG
– Johnson Controls Power Solutions EMEA -Sto AG

In der Kategorie „Unternehmen 5.000 Mitarbeiter/innen und mehr“
– BASF SE
– Bombardier Transportation GmbH
– Ford-Werke GmbH
– Otto Group GmbH & Co. KG
– REWE Group

Für die 21 nominierten Unternehmen schließt sich nun eine Stakeholder-Befragung an: Qualitative Interviews mit unterschiedlichen gesellschaftlichen Akteuren (z.B. Mitarbeiter, Kunden, Geschäftspartner oder auch Vertreter von Umweltgruppen oder der Standortgemeinde) ergänzen die Selbsteinschätzungen der Unternehmen. Auf Grundlage der Informationen aus der Management- und der Stakeholder-Befragung wird die Jury über die Preisträgerinnen und Preisträger entscheiden. Die Preisverleihung findet am 17. September 2014 in Berlin statt. Die Auszeichnungen werden in Anwesenheit von Andrea Nahles, Bundesministerin für Arbeit und Soziales und Schirmherrin des CSR-Preises der Bundesregierung, überreicht.

Hintergrund

Mit dem CSR-Preis der Bundesregierung werden seit 2013 Unternehmen mit Sitz in Deutschland ausgezeichnet, die ökonomisch, ökologisch und sozial verantwortungsvoll wirtschaften. Besonderer Wert wird bei der Methodik auf die Einbettung von verantwortungsvollem Handeln in die Gesamtstrategie eines Unternehmens gelegt. Unternehmen müssen deshalb in ihrer Bewerbung (Management-Befragung) umfassende Angaben zu den fünf Aktionsfeldern „Unternehmensführung“, „Markt“, „Arbeitsplatz“, „Umwelt“ und „Gemeinwesen“ machen. Großes Augenmerk gilt auch der Frage, wie wirkungsvoll CSR-Strategien und -Maßnahmen sind. Für die 21 nominierten Unternehmen folgt nun die Stakeholder-Befragung: In insgesamt 72 qualitativen Telefoninterviews werden die Aussagen der Unternehmen mit Einschätzungen unterschiedlicher gesellschaftlicher Akteure gespiegelt. Danach entscheidet die Jury über die Preisträgerinnen und Preisträger in jeder Größenkategorie. Die Jury setzt sich aus Mitgliedern des Nationalen CSR-Forums zusammen, das die Bundesregierung in Nachhaltigkeitsfragen berät: Staatssekretär Thorben Albrecht, Bundesministerium für Arbeit und Soziales; Dr. Achim Dercks, Deutscher Industrie- und Handelskammertag e.V.; Staatssekretär Jochen Flasbarth, Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit; Dr. Jürgen Janssen, Deutsches UN Global Compact Netzwerk; Prof. Dr. Edda Müller, Transparency International Deutschland; Birgit Riess, Bertelsmann Stiftung; Staatssekretär Dr. Rainer Sontowski, Bundesministerium für Wirtschaft und Energie sowie Prof. Dr. habil. Josef Wieland, Leadership Excellence Institut Zeppelin (LEIZ) an der Zeppelin Universität.

Pressekontakt:

CSR-Preis der Bundesregierung
Wettbewerbsbüro c/o Scholz & Friends Reputation
Dr. Kristina Nolte

Tel.: 030 / 700 186 454
E-Mail: presse@csr-preis-bund.de
Internet: www.csr-preis-bund.de

Litfaß-Platz 1
10178 Berlin