Themen 2017

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Das CSRcamp ist ein Barcamp, ein Themencamp zum Thema Corporate Social Responsibilty. Es gibt kein festes Programm und keine Unterscheidung zwischen Speakern und Zuhörern. Jeder Teilnehmer kann sich aktiv mit einer eigenen Session oder im Rahmen einer Session einbringen. Der Grundsatz der Barcamp-Reihe lautet: „No spectators, only participants!“ Dieser offene Charakter hat Barcamps in kurzer Zeit zu großem Erfolg verholfen. Inzwischen ist die Nachfrage so groß geworden, dass zunehmend Themencamps veranstaltet werden, die sich speziellen Themenbereichen widmen.

Der Schwerpunkt des CSRcamps liegt auf Fragen wie:

  • Was bedeutet soziale Verantwortung von Unternehmen für die eigenen Mitarbeiter, Lieferanten, Kunden, Nachbarn sowie die Umwelt und Gesellschaft im Allgemeinen?
  • Kann mein Unternehmen ökonomisch erfolgreich und zugleich ethisch und sozial verantwortlich geführt werden?
  • Was verbirgt sich hinter den Begriffen Ehrbarer Kaufmann, Wirtschaftsethik, Nachhaltigkeit und Gemeinwohl-Ökonomie?
  • Welche CSR Zertifikate, ISO Normen und Bilanz-Modelle sind für mein Unternehmen ein geeigneter und fairer Maßstab?
  • Wie sozial ist unsere Marktwirtschaft wirklich?

Wir freuen uns, dass wir einige der Teilnehmerinnen und Teilnehmer bereits im Vorfeld als Themenpaten gewinnen konnten. Folgende Sessions werden sie am 23.01.17 mit auf das #CSRcamp17 bringen:

Themenpaten 2017

„Digitalisierung, Energieeffizienz und CSR“
Florian Nehm (Head of Corporate Sustainability & EU Affairs der Axel Springer SE) unterstützt von Kai-Uwe Hellmann, Prof. Dr. (TU Berlin)
In der analogen Welt der gedruckten Medien war Holz der primäre Rohstoff. Mit fortschreitender Digitalisierung der Axel Springer SE benötigen wir nun vor allem Energie. Unsere zunehmend internationale Aufstellung macht die traditionelle Ermittlung der eingesetzten Energie jedoch unmöglich. Deshalb haben wir gemeinsam mit dem Konzernrechnungswesen eine neue Methode entwickelt, die uns länderübergreifend genaue Zahlen liefert. So können wir nun auch den Energieeinsatz und die daraus kalkulierte CO2-Emission beispielsweise unserer Jobportale auf Mauritius dokumentieren.

„CSR als HR-Instrument im Berliner Mittelstand?“
Silke Bustamante, Prof. Dr. (Leiterin der Fachrichtung Dienstleistungsmanagement an der HWR in Berlin)
Arbeitgeberattraktivität ist für die Rekrutierungs- und Bindungswirkung ein wesentlicher Baustein. Internationale Studien zeigen, dass ein positiver Zusammenhang zwischen Arbeitgeberattraktivität und CSR besteht. Inwiefern CSR regional für die Rekrutierung und Bindung von Mitarbeitern von Bedeutung ist, zeigt eine empirische Analyse des Forschungsprojekts „MitCSR“ im Berliner Dienstleistungssektor.

„Vom Brauchen und Habenwollen – wie funktioniert nachhaltiges Marketing?“
Sybille Neuß (Johanssen + Kretschmer Strategische Kommunikation GmbH)
Wir konsumieren! Egal, wie nachhaltig ein Produkt und die Werbung dafür aufgezogen wird, sie zielt auf Konsum ab, ohne zu wissen, was dieser Mensch schon besitzt und überhaupt noch braucht. Der individuelle Verbraucher als letztes Glied der Wertschöpfungskette entzieht sich der Nachhaltigkeitsbetrachtung. Die Frage der Session lautet: Wollen, können und dürfen Unternehmen, deren Unternehmensziel „Nachhaltigkeit“ heißt, uns vom Zuviel-Habenwollen heilen? Mit anderen Worten, funktioniert nachhaltiges Marketing? Die Session der Kommunikationsberatung Johanssen + Kretschmer gibt erste Denkanstöße und formuliert Thesen für eine nachhaltig wirkende Diskussion.

„CSR in neuen Arbeitswelten“
Daniela Röcker (Kultur-Komplizen)
Digital, kollaborativ, agil – so sehen neue Arbeitswelten aus. Hierarchien fallen, Partizipation und Mitbestimmung nehmen zu. Diese strukturellen Veränderungen sind einerseits einer technologischen Digitalisierung geschuldet. Andererseits spielt dabei der Wunsch von Mitarbeitenden (und Führungskräften) nach mehr Sinn in ihrer Tätigkeit und Wertschätzung ihrer individuellen Fähigkeiten, die sich nicht auf den Lebenslauf reduzieren lassen, eine enorme Rolle. Komplexität ist der Schlüsselbegriff der Stunde. CSR im Kontext digitalen gesellschaftlichen Wandels und neuer Arbeitswelten bietet die Chance, flexibel und dynamisch gedacht zu werden. Lasst uns gemeinsam schauen und überlegen, was in diesem Handlungsfeld möglich ist und wo es bereits gelebte Praxis ist, ohne dass CSR draufsteht.

„Missverständnisse der Corporate Social Responsibility“
Matthias Schmidt, Prof. Dr. (Professor für Unternehmensführung an der Beuth Hochschule für Technik Berlin)
CSR ist ein offenes und inflationär verwendetes „Konzept“. Viele wollen Gutes tun, wissen aber meist nicht, was das Gute ist. Si ist oft genug „gut gemeint“ das Gegenteil von „gut“. Von daher sind die CSR-Bemühungen vieler Unternehmen durchdrungen von Missverständnissen, die mit gesellschaftlicher Verantwortung von Unternehmen wenig zu tun haben. Dies soll in der Session, sofern sie Annahme findet, diskutiert werden.

„Effektive CSR Maßnahmen: Vom Trend zur Marktchance (Am Beispiel „Food“)“
Denise Loga (,Geschäftsführerin Sustainable Food Academy)
Unternehmerische Nachhaltigkeit benötigt im Kontext des gesellschaftlichen Wertewandels und aktueller Konsumtrends einen Perspektivenwechsel. Erfolgreiche CSR Maßnahmen werden von vielen Konsumenten als wesentliches Kriterium für ihre Kaufentscheidungen bereits automatisch vorausgesetzt. Ferner müssen Unternehmen, um den werteorientierten Konsumenten erreichen zu können, attraktive Themen aufgreifen und diese authentisch kommunizieren. Die Anforderungen im Bereich CSR steigen kontinuierlich. Solche, die sich keinem transparenten CSR Management widmen, verlieren Kunden und werden langfristig vom Markt verschwinden. Was aber sind die zukünftigen Themen und Säulen effektiver CSR Maßnahmen und wie können diese gewinnbringend kommuniziert werden? Am Beispiel „Food“ gehe ich darauf ein, was genau den informierten und werteorientierten Kunden bewegt und wie die Konsumentscheidungen von morgen im Kontext gesellschaftlicher (Mega-)Trends getroffen werden und was das für die Ausrichtung effektiver CSR Maßnahmen bedeutet. Ich freue mich nach diesem Kurzinput, auf die gemeinsame Diskussion und den Ideenaustausch zu branchenübergreifenden Perspektiven und Lösungsansätzen.

„Unternehmen sind in der Pflicht zur Integration von Flüchtlingen!“
Matthias Schmidt, Prof. Dr. (Professor für Unternehmensführung an der Beuth Hochschule für Technik Berlin)
Die Flüchtlingssituation stellt Deutschland bzw. Europa vor große gesamtgesellschaftliche Integrationsaufgaben. Angesichts dessen sind Unternehmen in besonderer Weise für die Integration von Ausländern gefordert und befähigt. Denn als Teil der Gesellschaft und aufgrund der ihrer besonderen Befähigung haben Unternehmen die Pflicht, in der Flüchtlingssituation integrative Verantwortung zu übernehmen. Wie dies genau erfolgen kann, soll in der Session, sofern sie Annahme findet, diskutiert werden.

„Achtsamkeit in Unternehmen – ein Mythos?“
Tanja Queckenstedt (Berät Einzelpersonen und Unternehmen arbeitspsychologisch als Coach und Trainerin)
Komplexität, Leistungsverdichtung und Beschleunigung nehmen im heutigen Arbeitsalltag immer stärker zu – für viele Mitarbeiter wird das zum Problem. Die Folgen: Stress oder ein gewisser Autopiloten-Modus. Diverse Studien belegen, dass auf diese Art wichtige Schlüsselqualifikationen leiden oder gar ganz verkümmern. Das Prinzip der Achtsamkeit erscheint vielen hier als Lösung. Auch außerhalb der Psychotherapie wird es mehr und mehr aufgegriffen und hat mittlerweile auch in der Wirtschaft Einzug gehalten. Unternehmen wie Google, McKinsey oder aber die Sparda Bank haben Achtsamkeitstrainings in ihren Unternehmen eingeführt, viele andere Firmen planen ähnliche Kurse. Die Anwendung von Achtsamkeit erhöht die Fähigkeit zur Selbstreflexion, den Zugang zur eigenen Kreativität, die Begabung, eigene Gefühle wahrzunehmen – auch das belegen wissenschaftliche Studien. Achtsamkeit kann Menschen außerdem helfen, belastende und emotional anspruchsvolle Berufe auszuüben sowie Kompetenzen wie Entscheidungsfähigkeit, Führungsstärke und Kommunikationsfähigkeit zu stärken. Solche Fähigkeiten können in einer sich schnell wandelnden Welt und im Hinblick auf die sich daraus ergebenden Herausforderungen essenziell sein. Die Digitalisierung verlangt von uns, dass wir uns neuen Denkweisen öffnen. Kann eine Achtsamkeitsintervention allein hier zielführend sein – oder brauchen wir zusätzlich einen Kulturwandel, um diese Paradigmen nachhaltig zu etablieren? Auch diese Frage sollen in meiner interaktiven Session gemeinsam diskutiert werden.

„CSR und die Digitalisierung – Welche Veränderungen kommen auf Berater und Unternehmen im Bereich CSR zu?“
Nils Wittke, Dipl.-Ing. (nw | consulting, Nachhaltigkeits-, CSR- & Umweltberatung)
Nach einer kurzen Einleitung werden in einer offenen Disklussionsrunde gemeinsam die Leitfragen „Wie ändern sich die Bedarfe der Unternehmen im Bereich CSR durch die Digitalisierung?“, „Welche Auswirkungen hat das auf die Arbeitsweisen der Berater?“ und „Welche Themen oder Tätigkeiten werden durch Software oder Maschinen übernommen oder fallen komplett weg?“ erörtert und in einer Ergebnissammlung gesichert.

„Unternehmen haben eine Kernverantwortung!“
Matthias Schmidt, Prof. Dr. (Professor für Unternehmensführung an der Beuth Hochschule für Technik Berlin)
Unternehmen werden mit immer mehr gesellschaftlichen Themen konfrontiert, für die sie sich ver-antworten müssen bzw. sollen. Diese Verantwortbar-Machung von Unternehmen hängt an ihrem Kerngeschäft und ihren Kernwerten. Daraus gibt sich für sie eine Kernverantwortung. Wie diese Kernverantwortung ermittelt werden kann und wie die Unternehmen ihr im öffentlichen Wirken gerecht werden können, soll in der Session, sofern sie Annahme findet, diskutiert werden.

„Einmal im Netz – Identität gesetzt: CSR als Sprungbrett und Anforderung der Digitalisierung“
Josephine Brunner (Umweltmanagerin der CCVOSSEL GmbH)
Hierarchien verlieren an Bedeutung, Expertenwissen vertrauen wir weniger als den Bewertungen unserer Mitmenschen und sozio-emotionale Intelligenz ist bei der Informationsverarbeitung unabdingbar geworden. Es wächst eine Netzwerkgesellschaft heran. Auf dem Weg gebracht mit dem gesellschaftlichen Wandel der Digitalisierung, öffnet sie uns für mehr Verantwortungsübernahme. Soziales und ökologisches Engagement wird zur neuen politischen Bewegung. Damit, fühlen wir, können wir aktiv etwas in der Welt verändern. Soziales und ökologisches Engagement und CSR sind der Ausdruck unserer Gewissenhaftigkeit gegenüber unserer Umwelt. In einer systemisch vernetzten Gemeinschaft hat jede Veränderung über mehrere Verbindungen Auswirkungen auf andere/s und rückwirkend wieder auf uns. Der Nutzen sozialen und ökologischen Engagements – sei es in der Freizeit durch den privaten Menschen oder im Rahmen von CSR durch Unternehmen – wird auf den ersten Blick als wenig „altruistisch“ belächelt. Auf den zweiten Blick wird klar, dass Anerkennung in einer Netzwerkgesellschaft der Digitalisierung, das wertvollste Zahlungsmittel ist.

„Ohne Moos nix los? – Zeit, das neue Geld gibt neue Möglichkeiten, um gesellschaftlichen Wandel zu gestalten.“
Grit Hallal, Dipl. Ökonomin (Vorständin LernSINN erlebBAR e.V.)
Kennen Sie das auch? Viele tolle Projekte und Ideen in Kultur, Nachbarschaftshilfe und Sport im Bezirk schaffen den Sprung ins Leben nicht, weil Geld fehlt. Gerade ehrenamtliche wie nachhaltige Projekte leiden oftmals unter akuter Geldnot oder Liquiditätsengpässen, leisten jedoch notwendige gesellschaftliche Arbeit. Sie initiieren gesellschaftlichen Wandel, erbringen wichtige soziale Arbeit und werden dort tätig wo der Staat aufhört zu funktionieren. Unsere Gesellschaft profitiert von dieser meist uneigennützig und unentgeltlich geleisteten Arbeit vieler. Menschen in Not wird geholfen, nachbarschaftliche Beziehungen gepflegt und soziale Bindungen gefestigt, wichtige wertebasierte Arbeit für Persönlichkeits- und Potentialentfaltung erbracht. Klassisches Sponsoring oder Spenden, falls dies die Liquidität von kleineren und Mittelwerten Unternehmen überhaupt zulässt, erreicht die ehrenamtlich Tätige,oft nicht. Auf der anderen Seite möchten sich viele gerade kleinere Unternehmen in ihrem Bezirk oder Gemeinde engagieren, leiden aber selbst an akuter Zeitnot, um Projekte zu finden und sich einzubringen. Hier bietet WIR GEMEINSAM eine Lösung für Unternehmen sich in Nachbarschaftshilfe, gesellschaftlichen Wandel und Bildungsarbeit zu engagieren: das Zeittauschen zwischen Nachbarschaftshilfe und Regiowirtschaft. So können sie die eigenen Ressourcen gut und punktgenau nachhaltig einzusetzen und auch in der Öffentlichkeitsarbeit dokumentieren.

„Wie stellen wir die Nachhaltigkeitsziele der UN (SDGs) auf breite Füße in der Wirtschaft?“
Wolfgang Keck (CSR-Kompetenzzentrum OWL)
„Making Global Goals Local Business“ ist der Claim der United Nations, um die Sustainable Development Goals (SDGs) weltweit in den Unternehmen zu verbreiten. „Local Business” heißt aber: Im Mittelstand – und damit keine Scheu vor Kleinstunternehmen! Und „Local Business“ heißt vor allem ländliche Regionen. Also, wie machen wir die SDGs bei kleinen und mittleren Unternehmen bekannt? Wie begeistern wir zum Engagement? Wie vertragen sich CSR-Strategie und SDG-Orientierung und ist beides wirklich greibar genug für „Local Businesses“? Als Mitwirkender im CSR-Kompetenzzentrum OWL der GILDE-Wirtschaftsförderung Detmold lädt Euch Wolfgang Keck zu einer umsetzungsorientierten CSRcamp-Session ein, die Formate, Ideen und Kooperationsimpulse fördern will, um vor allem Kleinstunternehmen und den Mittelstand für CSR und damit auch die globalen Nachhaltigkeitsziele der UN in Bewegung zu setzen.

„Internationale Freiwilligeneinsätze: empirisch belegte Wirkungen am Beispiel des Corporate Volunteering mit Habitat for Humanity“
Sandra Schöneborn, Dr. (Habitat for Humanity)
Corporate Volunteering wird gerne als „Kern des Corporate Citizenship“ bezeichnet. Aber was verbirgt sich überhaupt hinter dem Corporate Volunteering? Welche Gestaltungsmöglichkeiten gibt es für Unternehmen und Mitarbeiter? Und dann sind da natürlich die Fragen: Wem nützt es und existiert ein Win-Win? Frau Dr. Sandra Schöneborn hat sich viele Jahre an der Universität zu Köln mit dem Corporate Volunteering in Forschung und Lehre auseinandergesetzt. Heute arbeitet sie bei Habitat for Humanity Deutschland. Habitat for Humanity baut gemeinsam mit Freiwilligen in mehr als 70 Ländern weltweit sichere und schützende Häuser, alles nach dem Prinzip der Hilfe zur Selbsthilfe. Ein besonderer Baustein bei dieser Hilfe ist das Corporate Volunteering: Unternehmenspartner haben die Möglichkeit, ihre Mitarbeiter auf einen „Freiwilligeneinsatz“ in eines von 40 Ländern zu schicken, um vor Ort in den Projekten tätig zu sein, bspw. eine Woche zur Führungskräfteentwicklung in Brasilien, Rumänien oder Vietnam. In der Session sollen sowohl Antworten auf die bereits angesprochenen Fragen zum Corporate Volunteering gegeben als auch Einblicke in die Teilnehmerbefragungen von Habitat for Humanity ermöglicht werden. Ich freue mich auf einen regen Austausch zu Meinungen, eigenen Erfahrungen und Potenzialen dieses CSR-Instruments!

„Unternehmen zwischen sozialer Verantwortung und Profitmaximierung: Wie lassen sich finanzielle, soziale und ökologische Ziele vereinen?“
Prof. Dr. Jürgen Beyer (Universität Hamburg), Simon Dabrowski (Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg), Dr. Florian Lottermoser (Universität Hamburg) und Prof. Dr. Konstanze Senge (Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg)
Finanzielle, soziale und ökologische Ziele: Wie werden sie im Unternehmen strategisch kombiniert und vereint? Wie lassen sich CSR- und Nachhaltigkeits-Ziele zum Beispiel in integrierte Kennzahlen-Systeme für die Unternehmenssteuerung übersetzen? Treten auch Zielkonflikte auf und wenn ja: Welche typischen Zielkonflikte sind bekannt und wie werden sie im Management gelöst? Die Koordination vielfältiger Ziele gilt häufig als Herausforderung für CSR und Nachhaltigkeit im Unternehmen. In dieser Session sollen Erfahrungen und Lösungen diskutiert werden, wie finanzielle, soziale und ökologische Ziele zusammengeführt und potenzielle Differenzen behoben werden.

„Corporate Volunteering nachhaltig gestalten“
Anja Quandt (Stiftung Gute-Tat) und Lorenz Lauer (Teameventplus)
Corporate Volunteering ist eines der besten Mittel zur Mitarbeitermotivation und um sich als Unternehmen gesellschaftlich einzubringen. Die einfachste Form des Corporate Volunteerings ist die Freistellung von Mitarbeitern für einen Tag, unterstützt durch ein kleines Materialbudget, um in einer ausgewählten gemeinnützigen Organisation zu helfen. Hier lässt sich mit überschaubarem Aufwand ein Beitrag zum Gemeinwohl leisten. Noch effektiver ist es, wenn ein Unternehmen seine Kernkompetenzen in geeigneter Form einbringt, bspw. Unterstützung bei Themen wie Buchhaltung oder Marketing. Am Beispiel einer von der Stiftung Gute-Tat betreuten Kooperation zwischen einer Notunterkunft für Geflüchtete und einem Unternehmen in Hamburg haben wir ein Konzept entwickelt, um beide Projektformen zu kombinieren und das Unternehmensengagement nachhaltiger zu gestalten. Die Übernahme einer Patenschaft einer passenden Einrichtung ermöglicht es den Mitarbeitern sich regelmäßig in unterschiedlichsten Aufgabenbereichen zu engagieren. Zusätzlich steigert sich die Identifikation der Mitarbeiter mit der Firma und es entsteht ein gegenseitiges Vertrauensverhältnis. Dieses Konzept und weitere tolle Engagementmöglichkeiten stellen wir an unserem Stand und in einer Session vor.

Themen vorschlagen

Du hast auch ein Thema, für das du auf dem CSRcamp die Patenschaft übernehmen möchtest? Die Session-Planung findet zwar direkt am Morgen des Veranstaltungstages statt, jedoch kann jeder bereits im Vorfeld Sessions und Themen vorschlagen oder nachfragen. Welches Thema schlägts du selbst für eine Session vor oder würdest du gern diskutieren? Schreibe dazu einfach einen Kommentar:

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3 Thoughts on “Themen 2017

  1. „Tue Gutes und twitter darüber – CSR als Sprungbrett und Anforderung der Digitalisierung“

    Hierarchien verlieren an Bedeutung, Expertenwissen vertrauen wir weniger als den Bewertungen unserer Mitmenschen und sozio-emotionale Intelligenz ist bei der Informationsverarbeitung unabdingbar geworden.
    Es wächst eine Netzwerkgesellschaft heran. Auf dem Weg gebracht mit dem gesellschaftlichen Wandel der Digitalisierung, öffnet sie uns für mehr Verantwortungsübernahme. Soziales und ökologisches Engagement wird zur neuen politischen Bewegung. Damit, fühlen wir, können wir aktiv etwas in der Welt verändern. Soziales und ökologisches Engagement und CSR sind der Ausdruck unserer Gewissenhaftigkeit gegenüber unserer Umwelt. In einer systemisch vernetzten Gemeinschaft hat jede Veränderung über mehrere Verbindungen Auswirkungen auf andere/s und rückwirkend wieder auf uns.
    Der Nutzen sozialen und ökologischen Engagements – sei es in der Freizeit durch den privaten Menschen oder im Rahmen von CSR durch Unternehmen – wird auf den ersten Blick als wenig „altruistisch“ belächelt. Auf den zweiten Blick wird klar, dass Anerkennung in einer Netzwerkgesellschaft der Digitalisierung, das wertvollste Zahlungsmittel ist.

  2. „Ohne Moos nix los? – Zeit, das neue Geld gibt neue Möglichkeiten, um gesellschaftlichen Wandel zu gestalten.“
    Grit Hallal Dipl. Ökonomin Vorständin LernSINN erlebBAR e.V. – Pionier-Unternehmen der Gemeinwohl-Ökonomie

    Kennen Sie das auch? Viele tolle Projekte und Ideen in Kultur, Nachbarschaftshilfe und Sport im Bezirk schaffen den Sprung ins Leben nicht, weil Geld fehlt.

    Gerade ehrenamtliche wie nachhaltige Projekte leiden oftmals unter akuter Geldnot oder Liquiditätsengpässen, leisten jedoch notwendige gesellschaftliche Arbeit. Sie initiieren gesellschaftlichen Wandel, erbringen wichtige soziale Arbeit und werden dort tätig wo der Staat aufhört zu funktionieren.

    Unsere Gesellschaft profitiert von dieser meist uneigennützig und unentgeltlich geleisteten Arbeit vieler. Menschen in Not wird geholfen, nachbarschaftliche Beziehungen gepflegt und soziale Bindungen gefestigt, wichtige wertebasierte Arbeit für Persönlichkeits- und Potentialentfaltung erbracht.

    Klassisches Sponsoring oder Spenden, falls dies die Liquidität von kleineren und Mittelwerten Unternehmen überhaupt zulässt, erreicht die ehrenamtlich Tätige,oft nicht. Auf der anderen Seite möchten sich viele gerade kleinere Unternehmen in ihrem Bezirk oder Gemeinde engagieren, leiden aber selbst an akuter Zeitnot, um Projekte zu finden und sich einzubringen.

    Hier bietet WIR GEMEINSAM eine Lösung für Unternehmen sich in Nachbarschaftshilfe, gesellschaftlichen Wandel und Bildungsarbeit zu engagieren:
    das Zeittauschen zwischen Nachbarschaftshilfe und Regiowirtschaft. So können sie die eigenen Ressourcen gut und punktgenau nachhaltig einzusetzen und auch in der Öffentlichkeitsarbeit dokumentieren,.

  3. Wie stellen wir die Nachhaltigkeitsziele der UN (SDGs) auf breite Füße in der Wirtschaft?

    „Making Global Goals Local Business“ ist der Claim der United Nations, um die Sustainable Development Goals (SDGs) weltweit in den Unternehmen zu verbreiten. „Local Business” heißt aber: Im Mittelstand – und damit keine Scheu vor Kleinstunternehmen! Und „Local Business“ heißt vor allem ländliche Regionen. Also, wie machen wir die SDGs bei kleinen und mittleren Unternehmen bekannt? Wie begeistern wir zum Engagement? Wie vertragen sich CSR-Strategie und SDG-Orientierung und ist beides wirklich greibar genug für „Local Businesses“? Als Mitwirkender im CSR-Kompetenzzentrum OWL der GILDE-Wirtschaftsförderung Detmold lädt Euch Wolfgang Keck zu einer umsetzungsorientierten CSRcamp-Session ein, die Formate, Ideen und Kooperationsimpulse fördern will, um vor allem Kleinstunternehmen und den Mittelstand für CSR und damit auch die globalen Nachhaltigkeitsziele der UN in Bewegung zu setzen.

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