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#CSRcamp16 WarmUp im Zeichen des Elchs

Never change a winning Team. Nach dem großartigen Intro in unser letztjähriges CSRcamp war es unser Wunsch, auch das WarmUp zum #CSRcamp16 erneut im Scandic Hotel am Potsdamer Platz anzubieten. Vielen Dank an Steffen Seichter (Director of Sales & Marketing) und sein Team, dass dieser Wunsch Wirklichkeit werden konnte. Scandic war die erste Hotelkette, die auf ökologischer, ökonomischer und sozialer Ebene ein weitreichendes Nachhaltigkeitskonzept entwickelt hat. Dieses ist marktführend und macht Scandic zu einem Vorreiter in der nachhaltigen Hotellerie und zum kongenialen Partner für den Einstieg in ein Barcamp zum Thema Corporate Social Responsibility.

Die Veranstaltung richtet sich vor allem an Barcamp-Neulinge, die sich mit dem Format vertraut machen wollen, aber auch an alle anderen, die sich einstimmen und erste Kontakte knüpfen möchten. Prof. Dr. Kai-Uwe Hellmann und Frank Feldmann werden zur Historie und zu den Besonderheiten von Barcamps informieren, gemeinsam mit den Teilnehmern die Vorstellungsrunde simulieren, den Sessionpitch üben und für Fragen zu Barcamps allgemein und zum CSRcamp speziell zur Verfügung stehen.

Also, wer sich von Kai-Uwe Hellmann und Frank Feldmann zu Barcamps informieren lassen, sich mit Steffen Seichter über die CSR-Strategie der Scandic Hotelgruppe und mit Küchenchef Daniel Deglow über eine exzellente nachhaltige, regionale Küche austauschen und diese auch gleich probieren oder aber auch einfach nur mit anderen Teilnehmern des CSRcamps bereits am Vorabend des Camps ins Gespräch kommen möchte – wir freuen uns auf euch.

Und jetzt noch ein paar Impressionen der außergewöhnlichen Location:

GLS Bank -Wahrnehmung von Verantwortung für Mensch und Natur

Die GLS Bank war einer der ersten Partner, den wir für das #CSRcamp16 gewinnen konnten. Als Raumpate übernehmen sie Verantwortung und zeigen sich als modernes, agiles Unternehmen, dass den Dialog auf Augenhöhe wertschätzt und fördert. Wir hatten Gelegenheit mit Rouven Kasten, verantwortlich für Digitale Kommunikation & Social Media bei der GLS Bank, und Johannes Korten, Online-Redakteur und Markencoach der GLS Bank, über das CSR Selbstverständnis des Geldinstitutes zu reden.

1. Obgleich es ja keine echte Knappheit an offiziellen Definitionen dessen gibt, was „Corporate Social Responsibility“ eigentlich bedeuten soll, gleichviel die Frage: Welches Verständnis haben Sie von CSR?

Für die GLS Bank bedeutet CSR schon seit der Gründung im Jahre 1974 die konsequente Wahrnehmung von Verantwortung für Mensch und Natur. Das bezieht sich nicht nur auf die in der Bank Mitarbeitenden, die Kundinnen und Kunden oder Mitglieder sondern explizit auf die gesamte Gesellschaft sowie die globalen Wirkungszusammenhänge. Im Mittelpunkt unseres Handelns stehen die Menschen mit ihren Bedürfnissen. Die Bewahrung und Entwicklung der menschlichen Lebensgrundlagen sind dabei notwendige Bestandteile, der ökonomische Gewinn lediglich eine Folge, aber nicht der Zweck unseres Handelns.

2. Die CSR-Debatte hat inzwischen einen gewissen Reifegrad erreicht, nicht zuletzt durch zahlreiche Erfahrungen bei der praktischen Umsetzung. Wo sehen Sie aktuell die bedeutendsten Herausforderungen für „Corporate Social Responsibility“, theoretisch wie praktisch?

CSR darf nicht zum kommunikativen Feigenblatt im Rahmen von Content Marketing-Strategien verkommen sondern muss fest in der Unternehmens-DNA verankert sein. In einer global vernetzten Gesellschaft muss die Kommunikation über die unternehmerische Verantwortung dem Handeln folgen. Die Herausforderung liegt darin, die Stakeholder des Unternehmens frühzeitig in diesen Prozess der Wahrnehmung sozialer und ökologischer Verantwortung mit einzubinden.

3. Gerade die CSR-Maßnahmen vieler Großunternehmen werden von Kritik ja nicht eben verschont. Wo sehen Sie inzwischen die Hauptprobleme von CSR-Maßnahmen in Hinsicht auf deren Umsetzung?

CSR-Maßnahmen müssen zu den Kernwerten des Unternehmens „passen“. Wenn soziale und ökologische Kriterien nicht fest in der Gesamtstrategie des Unternehmens berücksichtigt werden, verkommt CSR zum reinen PR-Thema. Transparenz im Handeln und in der Kommunikation ist hier unabdingbar.

4. Das CSR-Thema ist ja einerseits sehr auf spezifische Fachöffentlichkeiten im Umfeld der jeweiligen Behörden, Institutionen, Unternehmen ausgerichtet, einschließlich der jeweiligen Klientel, Kundschaft und anderer Stakeholder. Andererseits ist auch nicht unerheblich, wie die Mitglieder, Mitarbeiter intern über entsprechende CSR-Maßnahmen denken und sprechen, um diese zum Erfolg zu führen. Wie sehen Sie vor diesem Hintergrund die Bedeutung der jeweiligen Mitarbeiterführung für den CSR-Erfolg? Gibt es hier eine bestimmte, nachweisbare oder auch nur plausible Korrelation?

Ähnlich wie bei der Markenwahrnehmung gilt auch bei der CSR das Prinzip „das Außen muss dem Innen folgen“. Was im Unternehmen nicht glaubwürdig vorgelebt und von den Mitarbeitenden auch wahrgenommen und wertgeschätzt wird, lässt sich auch im Außen langfristig nicht glaubwürdig vermitteln. Es gilt also zunächst, die soziale und ökologische Verantwortung innerhalb der eigenen Organisation wahrzunehmen, bevor externe CSR-Maßnahmen aufgesetzt werden.

5. Zum Schluß: Wie stellen Sie sich die weitere Entwicklung bei der Diskussion und Implementierung von CSR-Maßnahmen vor? Was läßt die Evolution von CSR in Zukunft erwarten? Eine Trendanalyse bitte.

CSR-Maßnahmen, die nicht kulturell im Unternehmen verankert sind und eine von innen nach außen wirkende Strahlkraft haben, werden es künftig immer schwerer haben. Nur wer soziale Verantwortung innerhalb des Unternehmens konsequent wahrnimmt und lebt, wird auch nach außen erfolgreich CSR-Maßnahmen umsetzen können. Dabei spielen der Einsatz und die Nutzung interner wie externen Sozialer Netzwerke eine immer größere Rolle. Das bedeutet, dass Kommunikation mit Dritten unabhängig von Hierarchien und Verantwortlichkeiten Aufgabe von allen im Unternehmen Mitarbeitenden ist. Nur so wird künftig eine glaubwürdige Nähe zu den Stakeholdern hergestellt werden können. Ein besonderes Augenmerk wird dabei verstärkt auf der entsprechenden Ausbildung kommunikativer Fähigkeiten und Sensibilitäten bei den Mitarbeitenden liegen. Diese werden künftig auch stärker bei der Auswahl und Planung der Maßnahmen einbezogen werden müssen. Ein internes wie externes Crowd-Sourcing für die Planung und Auswahl von CSR-Maßnahmen wird ein integraler Bestandteil künftiger CSR-Strategien werden.

Vielen Dank für das Interview!
Sehr gern. Und viel Erfolg für das CSRcamp16!