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Das CSRcamp ist ein Barcamp, ein Themencamp zum Thema Corporate Social Responsibilty. Es gibt kein festes Programm und keine Unterscheidung zwischen Speakern und Zuhörern. Jeder Teilnehmer kann sich aktiv mit einer eigenen Session oder im Rahmen einer Session einbringen. Der Grundsatz der Barcamp-Reihe lautet: „No spectators, only participants!“ Dieser offene Charakter hat Barcamps in kurzer Zeit zu großem Erfolg verholfen. Inzwischen ist die Nachfrage so groß geworden, dass zunehmend Themencamps veranstaltet werden, die sich speziellen Themenbereichen widmen.

Der Schwerpunkt des CSRcamps liegt auf Fragen wie:

  • Was bedeutet soziale Verantwortung von Unternehmen für die eigenen Mitarbeiter, Lieferanten, Kunden, Nachbarn sowie die Umwelt und Gesellschaft im Allgemeinen?
  • Kann mein Unternehmen ökonomisch erfolgreich und zugleich ethisch und sozial verantwortlich geführt werden?
  • Was verbirgt sich hinter den Begriffen Ehrbarer Kaufmann, Wirtschaftsethik, Nachhaltigkeit und Gemeinwohl-Ökonomie?
  • Welche CSR Zertifikate, ISO Normen und Bilanz-Modelle sind für mein Unternehmen ein geeigneter und fairer Maßstab?
  • Wie sozial ist unsere Marktwirtschaft wirklich?

Wir freuen uns, dass wir einige der Teilnehmerinnen und Teilnehmer bereits im Vorfeld als Themenpaten gewinnen konnten. Folgende Sessions werden sie am 23.01.17 mit auf das #CSRcamp17 bringen:

Themenpaten 2017

„Digitalisierung, Energieeffizienz und CSR“
Florian Nehm (Head of Corporate Sustainability & EU Affairs der Axel Springer SE) unterstützt von Kai-Uwe Hellmann, Prof. Dr. (TU Berlin)
In der analogen Welt der gedruckten Medien war Holz der primäre Rohstoff. Mit fortschreitender Digitalisierung der Axel Springer SE benötigen wir nun vor allem Energie. Unsere zunehmend internationale Aufstellung macht die traditionelle Ermittlung der eingesetzten Energie jedoch unmöglich. Deshalb haben wir gemeinsam mit dem Konzernrechnungswesen eine neue Methode entwickelt, die uns länderübergreifend genaue Zahlen liefert. So können wir nun auch den Energieeinsatz und die daraus kalkulierte CO2-Emission beispielsweise unserer Jobportale auf Mauritius dokumentieren.

„CSR als HR-Instrument im Berliner Mittelstand?“
Silke Bustamante, Prof. Dr. (Leiterin der Fachrichtung Dienstleistungsmanagement an der HWR in Berlin)
Arbeitgeberattraktivität ist für die Rekrutierungs- und Bindungswirkung ein wesentlicher Baustein. Internationale Studien zeigen, dass ein positiver Zusammenhang zwischen Arbeitgeberattraktivität und CSR besteht. Inwiefern CSR regional für die Rekrutierung und Bindung von Mitarbeitern von Bedeutung ist, zeigt eine empirische Analyse des Forschungsprojekts „MitCSR“ im Berliner Dienstleistungssektor.

„Vom Brauchen und Habenwollen – wie funktioniert nachhaltiges Marketing?“
Sybille Neuß (Johanssen + Kretschmer Strategische Kommunikation GmbH)
Wir konsumieren! Egal, wie nachhaltig ein Produkt und die Werbung dafür aufgezogen wird, sie zielt auf Konsum ab, ohne zu wissen, was dieser Mensch schon besitzt und überhaupt noch braucht. Der individuelle Verbraucher als letztes Glied der Wertschöpfungskette entzieht sich der Nachhaltigkeitsbetrachtung. Die Frage der Session lautet: Wollen, können und dürfen Unternehmen, deren Unternehmensziel „Nachhaltigkeit“ heißt, uns vom Zuviel-Habenwollen heilen? Mit anderen Worten, funktioniert nachhaltiges Marketing? Die Session der Kommunikationsberatung Johanssen + Kretschmer gibt erste Denkanstöße und formuliert Thesen für eine nachhaltig wirkende Diskussion.

„CSR in neuen Arbeitswelten“
Daniela Röcker (Kultur-Komplizen)
Digital, kollaborativ, agil – so sehen neue Arbeitswelten aus. Hierarchien fallen, Partizipation und Mitbestimmung nehmen zu. Diese strukturellen Veränderungen sind einerseits einer technologischen Digitalisierung geschuldet. Andererseits spielt dabei der Wunsch von Mitarbeitenden (und Führungskräften) nach mehr Sinn in ihrer Tätigkeit und Wertschätzung ihrer individuellen Fähigkeiten, die sich nicht auf den Lebenslauf reduzieren lassen, eine enorme Rolle. Komplexität ist der Schlüsselbegriff der Stunde. CSR im Kontext digitalen gesellschaftlichen Wandels und neuer Arbeitswelten bietet die Chance, flexibel und dynamisch gedacht zu werden. Lasst uns gemeinsam schauen und überlegen, was in diesem Handlungsfeld möglich ist und wo es bereits gelebte Praxis ist, ohne dass CSR draufsteht.

„Achtsamkeit in Unternehmen – ein Mythos?“
Tanja Queckenstedt (Berät Einzelpersonen und Unternehmen arbeitspsychologisch als Coach und Trainerin)
Komplexität, Leistungsverdichtung und Beschleunigung nehmen im heutigen Arbeitsalltag immer stärker zu – für viele Mitarbeiter wird das zum Problem. Die Folgen: Stress oder ein gewisser Autopiloten-Modus. Diverse Studien belegen, dass auf diese Art wichtige Schlüsselqualifikationen leiden oder gar ganz verkümmern. Das Prinzip der Achtsamkeit erscheint vielen hier als Lösung. Auch außerhalb der Psychotherapie wird es mehr und mehr aufgegriffen und hat mittlerweile auch in der Wirtschaft Einzug gehalten. Unternehmen wie Google, McKinsey oder aber die Sparda Bank haben Achtsamkeitstrainings in ihren Unternehmen eingeführt, viele andere Firmen planen ähnliche Kurse. Die Anwendung von Achtsamkeit erhöht die Fähigkeit zur Selbstreflexion, den Zugang zur eigenen Kreativität, die Begabung, eigene Gefühle wahrzunehmen – auch das belegen wissenschaftliche Studien. Achtsamkeit kann Menschen außerdem helfen, belastende und emotional anspruchsvolle Berufe auszuüben sowie Kompetenzen wie Entscheidungsfähigkeit, Führungsstärke und Kommunikationsfähigkeit zu stärken. Solche Fähigkeiten können in einer sich schnell wandelnden Welt und im Hinblick auf die sich daraus ergebenden Herausforderungen essenziell sein. Die Digitalisierung verlangt von uns, dass wir uns neuen Denkweisen öffnen. Kann eine Achtsamkeitsintervention allein hier zielführend sein – oder brauchen wir zusätzlich einen Kulturwandel, um diese Paradigmen nachhaltig zu etablieren? Auch diese Frage sollen in meiner interaktiven Session gemeinsam diskutiert werden.

„CSR und die Digitalisierung – Welche Veränderungen kommen auf Berater und Unternehmen im Bereich CSR zu?“
Nils Wittke, Dipl.-Ing. (nw | consulting, Nachhaltigkeits-, CSR- & Umweltberatung)
Nach einer kurzen Einleitung werden in einer offenen Disklussionsrunde gemeinsam die Leitfragen „Wie ändern sich die Bedarfe der Unternehmen im Bereich CSR durch die Digitalisierung?“, „Welche Auswirkungen hat das auf die Arbeitsweisen der Berater?“ und „Welche Themen oder Tätigkeiten werden durch Software oder Maschinen übernommen oder fallen komplett weg?“ erörtert und in einer Ergebnissammlung gesichert.

Themen vorschlagen

Du hast auch ein Thema, für das du auf dem CSRcamp die Patenschaft übernehmen möchtest? Die Session-Planung findet zwar direkt am Morgen des Veranstaltungstages statt, jedoch kann jeder bereits im Vorfeld Sessions und Themen vorschlagen oder nachfragen. Welches Thema schlägts du selbst für eine Session vor oder würdest du gern diskutieren? Schreibe dazu einfach einen Kommentar:

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