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Das CSRcamp ist ein Barcamp, ein Themencamp zum Thema Corporate Social Responsibilty. Es gibt kein festes Programm und keine Unterscheidung zwischen Speakern und Zuhörern. Jeder Teilnehmer kann sich aktiv mit einer eigenen Session oder im Rahmen einer Session einbringen. Der Grundsatz der Barcamp-Reihe lautet: „No spectators, only participants!“ Dieser offene Charakter hat Barcamps in kurzer Zeit zu großem Erfolg verholfen. Inzwischen ist die Nachfrage so groß geworden, dass zunehmend Themencamps veranstaltet werden, die sich speziellen Themenbereichen widmen.

Der Schwerpunkt des CSRcamps liegt auf Fragen wie:

  • Was bedeutet soziale Verantwortung von Unternehmen für die eigenen Mitarbeiter, Lieferanten, Kunden, Nachbarn sowie die Umwelt und Gesellschaft im Allgemeinen?
  • Kann mein Unternehmen ökonomisch erfolgreich und zugleich ethisch und sozial verantwortlich geführt werden?
  • Was verbirgt sich hinter den Begriffen Ehrbarer Kaufmann, Wirtschaftsethik, Nachhaltigkeit und Gemeinwohl-Ökonomie?
  • Welche CSR Zertifikate, ISO Normen und Bilanz-Modelle sind für mein Unternehmen ein geeigneter und fairer Maßstab?
  • Wie sozial ist unsere Marktwirtschaft wirklich?

Themenpaten

Wir freuen uns sehr, dass wir bereits im Vorfeld einige renommierte Themenpaten für das CSRcamp gewinnen konnten, die am Tag selber eine Session pitchen werdeb. Freut euch auf angebotene Sessions zu folgenden Themen:

„Nachhaltigkeitsberichte – Green Washing in schönen Worten?“
Marcus Bartelt (buerobartelt concepts / greenmakketing)
Alle deutschen Dax-Unternehmen haben einen: Nachhaltigsbericht. Tolle Sache das. „Wir wissen, dass Wachstum nur Hand in Hand mit Verantwortung und Umweltschutz möglich ist – ja, mehr noch: In den vergangenen Jahren sind daraus echte Werttreiber erwachsen. Deshalb dient auch alles, was wir im Interesse der Nachhaltigkeit unternehmen, dem Erreichen unserer Konzernziele – flankierend, fördernd und unterstützend. (…) Darin spiegelt sich unser konzernübergreifendes und in allen Regionen der Welt anschlussfähiges Nachhaltigkeitsverständnis ebenso wider wie unsere Überzeugung, dass ein langfristiges, stabiles und an ethischen Maßstäben orientiertes Wirtschaften Voraussetzung ist, umweltorientiert zu handeln und die Zukunft der Menschen im Konzern und in der Gesellschaft verantwortungsbewusst mitzugestalten.“ Dieses Zitat stammt aus dem Nachhaltigkeitsbericht der Volkswagen AG 2014. Sind Nachhaltigkeitsberichte also nur schönes Blabla und dankbares Tool für „Greenwashing“? Wie können Unternehmen ihre – hoffentlich – ehrenwerten Nachhaltigkeitsbestrebungen besser, transparenter und ehrlicher kommunizieren? Und wie können sie sich vor den bösen Öko-Trollen schützen, die alle Ziele in Frage stellen (vor mir also beispielsweise)?

„Die Dekade der Menschlichkeit – neue Sichtweisen auf Führung, Teams und Unternehmenserfolg“
Bert Martin Ohnemüller (neuromerchandising® group)
Wir träumen von einer Business-Welt in der die Menschen lieben was sie tun, eine Arbeitswelt die von Kooperation, Achtsamkeit und Freude geprägt ist. Fakt ist dass nur 15% der Angestellten in Deutschland emotional stark an ihr Unternehmen gebunden sind. 70% fühlen sich gering verbunden und machen „Dienst“ nach Vorschrift, die übrigen 15% haben bereits innerlich gekündigt. Der Grad der emotionalen Bindung geht einher mit der Qualität der Führung. Bei „schlechter“ Führung leiden die Mitarbeiter psychisch und physisch – die Burnout-Rate der Mitarbeiter mit einer geringen Bindung ist vergleichsweise hoch. Am Ende bezahlen die Unternehmen für die fehlende Motivation. (Gallup; Studie zur Mitarbeiterbindung 2014) Die zentrale Frage lautet: Wie kann man die emotionale Bindung der Mitarbeiter erhöhen, sie begeistern und so nachhaltig zum Erfolg von Unternehmen beitragen? In seiner Impuls-Session zum Thema „Die Dekade der Menschlichkeit “ wird Herr Ohnemüller die drei Kernelemente des Leadership vorstellen, mit Erkenntnissen aus der Wissenschaft und seinen persönlichen Erfahrungen aus über 35 Jahren Praxis als Manager und Unternehmer erörtern und mit praktischen Tipps interaktiv gemeinsam mit den Teilnehmern erlebbar machen.

„Wirkungsvolle Stakeholderdialoge“
Cornelia Arras-Hoch (Dialogexpertin, Kommunikationsberaterin und Inhaberin von Dialogwert)
CSR ohne Stakeholderdialoge ist wie Nachhaltigkeit ohne Zukunft. In den letzten Jahren ist eine deutliche Zunahme an Stakeholder-, Verbraucher- und BürgerDialogen zu verzeichnen. Dialoge und Beteiligung sind Trend. Dialog ist aber nur auf den ersten Blick einfach. Die Erfahrung zeigt, dass viele Dialoge nur bedingt erfolgreich, nicht selten wirkungslos oder manche schlicht Augenwischerei sind. Manchmal steckt dahinter Kalkül, meistens aber (zu) wenig Erfahrung bei der Konzeption und Gestaltung von Dialogverfahren. Dagegen hilft Wissenstransfer und Praxiserfahrung. Die langjährige Dialogexpertin und Kommunikationsberaterin Cornelia Arras-Hoch gibt in ihrer Session „Wirkungsvolle Stakeholderdialoge“ Einblicke auf genau diese Fragen. Sie zeigt auf, wie Erfolgs- und Misserfolgskriterien für Stakeholderdialoge lauten, stellt sechs Kernfragen vor und erläutert, wie sie bei der Planung berücksichtigt werden können. Sie wird theoretisch die „Mechanik von Dialog“ erklären und anhand von Praxisbeispielen verdeutlichen, warum das eine Dialogprojekt eher gut, ein anderes weniger gut funktionierte. Der Impuls-Vortrag gibt einen Einblick, wie sich wirkungsvolle Dialoge planen lassen und führt hin zu einem aktiven Gedankenaustausch der Teilnehmer in ihrer Session.

„Skandale, mangelhaftes Krisenmanagement und Corporate Social Irresponsibility: Ist CSR im Ernstfall ein Ausfall?“
Prof. Dr. Kai-Uwe Hellmann (Institut für Soziologie, TU Berlin)
Betrachtet man sich die Vorgänge bei British Petroleum vor fünf Jahren (Deepwater Horizon), bei der Deutschen Bank in den letzten Jahren, jüngst beim Deutschen Fußballbund, bei Siemens wieder mal im letzten Jahr oder aktuell bei Volkswagen — alles Unternehmen, die auf CSR großen Wert legen –, dann gewinnt man den Eindruck, daß CSR lediglich eine Schönwetter-Maßnahme darstellt, Kosmetik, die für den Krisenfall nichts taugt. Denn nicht nur, daß diese Skandale der CSR-Philosophie nicht nur zutiefst widersprechen, sieht es auch so aus, als ob die CSR-Philosophie gerade auch beim Krisenmanagement völlig zu versagen scheint. Diskutiert werden soll daher die Krisenfestigkeit und Resilienz von CSR-Maßnahmen.

„Solidarität mit Flüchtlingen – eine sportliche Aufgabe“
Gerd Thomas (FC Internationale Berlin)
Flüchtlinge sind das beherrschende Thema der letzten Monate. Und sie werden es voraussichtlich bleiben, denn niemand rechnet mit einem schnellen Ende der Krisen in Afrika, Afghanistan, Südosteuropa oder dem Nahen Osten. Viele staatliche Stellen und Behörden, nicht zuletzt in der Hauptstadt, sind sichtlich überfordert, Versorgung und Unterbringung sicherzustellen. Das oftmals herrschende Chaos wird von Parteien am rechten Rand und zwielichtigen Geschäftemachern erfolgreich für niedere Zwecke genutzt. Gleichzeitig zeigt sich in der Bevölkerung eine Welle der Solidarität und Hilfsbereitschaft, die viele von Deutschland nicht erwartet hätten. Eine besondere Rolle spielt dabei der Sport, der bei seinen Bemühungen allerdings zunehmend unter Druck gerät. Denn immer häufiger werden Hallen und Sportanlagen zu Unterkünften für die Flüchtlinge umgewidmet. Die Stimmung in einigen Clubs droht bereits zu kippen, dabei sind gerade die Sportvereine ideale Organisationen, um eine erfolgreiche Integration zu unterstützen. Dabei ist die Bereitschaft zur Hilfeleistung groß, für viele Vereine stellen die Flüchtlinge eine Chance zur Weiterentwicklung dar. Doch die Vorstände und Übungsleiter sind zunehmend überfordert, neben ihrem ohnehin großen ehrenamtlichen Engagement weitere gesellschaftlich wichtige Aufgaben zu übernehmen. An dieser Stelle haben Unternehmen die große Chance, unkompliziert und nachhaltig in klassischer CSR-Manier helfen zu können. Allerdings wird diese noch sehr selten genutzt. Gerd Thomas ist seit mehreren Jahren mit der Problematik vertraut und zeigt mögliche Lösungsansätze auf. Beim FC Internationale Berlin verantwortet er u. a. die Jugend- und Öffentlichkeitsarbeit und hat den Inter-Sozialfonds mitgegründet, der sozial benachteiligten Kindern und Jugendlichen die Möglichkeit gibt, sich sportlich auf Augenhöhe mit gut situierten Kindern zu messen. Zudem betreut er ein Fußball-Projekt für Flüchtlingskinder und baut gerade ein weiteres für mehr als 50 unbegleitete Jugendliche auf. Seine berufliche Erfahrung aus Medien und Vermarktung hilft ihm, für die Projekte Partner aus Wirtschaft und Gesellschaft zu finden, von denen er dennoch nicht genügend hat.

Entwicklung des Workshops „Gelungene CSR-Partnerschaften mit sozialen Organisationen“
Heinke Rauscher (humedica e.V.)
Um gute CSR-Partnerschaften zu entwickeln ist eine klare Kommunikation mit den potenziellen Partnern erforderlich. Beide Seiten haben konkrete Vorstellungen von einer Kooperation. Beide sollen von ihr profitieren. Alle Wünsche und Anforderungen unter einen Hut zu bringen kann eine Herausforderung sein. Die Nichtregierungsorganisation humedica e.V. möchte für ihre Kooperationsgespräche mit potenziellen Partnern einen Workshop entwickeln, der die Erwartungen und Möglichkeiten von Organisation und Unternehmen verbindet. Dieser Workshop soll u.a. beim humedica-Unternehmertag im September angeboten werden. Ziel der Session ist Inhalte für den Workshop zu definieren, die Orientierung geben in welcher Form soziales Engagement über die Philanthropie hinaus für die strategische Unternehmensentwicklung genutzt werden kann (Mitarbeiterengagement, Interne und externe Kommunikation etc. ) und wie dies für soziale Organisationen umsetzbar ist. Dabei sind Anregungen von Unternehmens- als auch von Organisationsseite ausdrücklich erwünscht.

„CSR als zivilgesellschaftliches Handlungsfeld und Potenziale von Mittlerorganisationen“
Tobias Baur, Dipl.-Verw.wiss. (Landesnetzwerk Bürgerengagement Berlin, Humanistische Union e.V.)
Das Thema CSR ist theoretisch gut eingeführt. Dennoch stehen kleinere Unternehmen oft vor praktischen Umsetzungsschwierigkeiten. So bleibt zu fragen: Wie können Infrastruktureinrichtungen des bürgerschaftlichen Engagements als Mittlerorganisationen hierbei eingebunden werden? Landesnetzwerke zur Engagement-Förderung, Freiwilligenagenturen oder andere Engagement-Einrichtungen vor Ort verfügen über teils beachtliche Kapazitäten und Kompetenzen für die Umsetzung und Begleitung von CSR-Aktivitäten und Strategien. Woran hapert es und welche Gelingensfaktoren gibt es für sozial aufgestellte Unternehmen zum Aufbau wirksamer strategischer Kooperationen? Als hilfreich zeigt sich dabei ein integriertes Verständnis von CSR als Handlungsfeld aller gesellschaftlichen Sektoren: Unternehmen, Staat und Sozialorganisationen.

„CSR: IMAGE- ODER SYSTEMWANDEL?“
Nils Wittke, Dipl.-Ing. (nw | consulting, Nachhaltigkeits-, CSR- & Umweltberatung)
…von der begrifflichen Bedeutung von CSR über die Inhalte (was gehört zu CSR, was nicht) hin zu dem notwendigen organisatorischen Umfang von CSR im Unternehmen, bis hin zu einer Antwort auf die gestellte Frage und einer Meinungs-Abstimmung ob es sich bei CSR um Image- oder Systemwandel handelt. Eine moderierte Diskussionsrunde, die vor Ort die gefragten Inhalte entwickelt, zusammenfasst und zur Abstimmung bringt.

„CSR in Kleinstunternehmen: unmöglich oder unumgänglich?“
Wolfgang Keck (keck kommuniziert! was etwas bewegt, Berlin)
„CSR ist doch nur ein Thema für große und Unternehmen und Global Players! Was wollen Sie denn da mit KMUs?“ An dieses Zitat aus einem Gespräch auf einem Wirtschaftsforum im Jahr 2004 kann ich mich gut erinnern. Heute ist CSR im Mittelstand stärker angekommen, aber die Reise, zu der ich Euch mitnehmen möchte und von Euch mitgenommen werden mag, geht weiter! Um es auf den Punkt zu bringen: Wenn wir mit CSR ein Konzept für nachhaltiges Wirtschaften voranbringen wollen, aber den weitaus größten Teil der Unternehmen nicht in seiner Eigenart erreichen, dann schaffen wir es weder in die Breite noch in die Regionen. Außerdem entgehen uns wertvolle Impulse, Innovationen und glaubwürdiger UnternehmerInnengeist. Die Sprache ist von Kleinstunternehmen. Das sind Unternehmen mit weniger als 10 Beschäftigten, darunter eine Vielzahl an Ein-Personen-Unternehmen. Die CSRcamp Session zu Kleinstunternehmen soll ein breites Spannungsfeld eröffnen: Wer von Euch ist in einem Kleinstunternehmen beschäftigt? Können Kleinstunternehmen überhaupt strategisch CSR betreiben? Welche CSR-Leistungen schaffen Kleinstunternehmen besser, leichter, schneller? Wie erreichen wir Kleinstunternehmen mit CSR und geben ihnen eine Sprache? Welche Anerkennungskultur braucht CSR in Ein-Personen-Unternehmen? Auf ein weites Feld an Fragen und Impulsen freue ich mich, hoffentlich nicht alleine…

„Corporate Volunteering – betriebliches Freiwilligenengagement: Umsetzung und Wirkung laut Wissenschaft und Praxis“
Dr. Sandra Schöneborn (Habitat for Humanity Deutschland)
Corporate Volunteering wird gerne als „Kern des Corporate Citizenship“ bezeichnet. Fakt ist, dass das gemeinnützige Engagement der Mitarbeiter in der Tat einen enormen Bedeutungszuwachs in der unternehmerischen Praxis erfährt. Aber was verbirgt sich überhaupt hinter dem Corporate Volunteering? Welche Gestaltungsmöglichkeiten gibt es für Unternehmen und Mitarbeiter? Und dann ist da natürlich die Frage: Wem nützt es? Frau Dr. Sandra Schöneborn hat sich viele Jahre an der Universität zu Köln mit dem Corporate Volunteering in Forschung und Lehre auseinandergesetzt. Ihre Dissertation aus dem Jahr 2015 widmet sich der Untersuchung der Wirkungen des betrieblichen Freiwilligenengagements und der kritischen Überprüfung der Win-Win-These. Heute arbeitet Frau Schöneborn bei Habitat for Humanity Deutschland. Habitat for Humanity baut gemeinsam mit Freiwilligen in mehr als 70 Ländern weltweit sichere und schützende Häuser und saniert bestehende Unterkünfte, alles nach dem Prinzip der Hilfe zur Selbsthilfe. Ein besonderer Baustein bei dieser Hilfe ist das Corporate Volunteering: Unternehmenspartner haben die Möglichkeit, ihre Mitarbeiter auf eine „Baureise“ in eines von 30 Ländern zu schicken, um vor Ort in den Projekten tätig zu sein, bspw. eine Woche zur Führungskräfteentwicklung in Brasilien, Rumänien oder Vietnam. In der Session sollen sowohl Antworten auf die bereits angesprochenen Fragen zum Corporate Volunteering gegeben werden als auch Erfahrungen und Meinungen zum Freiwilligenprogramm von Habitat for Humanity diskutiert werden. Ich freue mich auf einen regen Austausch!

„Nachhaltigkeit und Wein“
Matthias Metze (Delinat)
Für Delinat ist CSR ein alter Hut: Schon seit 1980 ist Nachhaltigkeit nicht Unternehmensziel, sondern tief im Unternehmen verwurzelt. Schon damals war die Vision von Gründer Karl Schefer, dass in den Weinbergen wieder Schmetterlinge fliegen sollten. Wenige Jahre später wurden die ersten eigenen Richtlinien erstellt. Seitdem ist viel passiert, aber immer noch sind das Delinat-Label wegweisend, mehrfach z.B. von WWF Schweiz und kürzlich erst labelonline.ch mit Höchstbewertungen ausgezeichnet. Als erstes Schweizer Unternehmen wurde Delinat 2013 mit dem Deutschen CSR-Preis in der Kategorie Biodiversität ausgezeichnet. Das macht uns stolz und bestärkt uns auf unserem Weg. In der Session werde ich etwas über diesen Weg erzählen, Fragen dazu beantworten – und als Überleitung zum abendlichen Get-Together gibt es einige Delinat-Weine zu probieren.

„Niedrig hängendes Bio-Obst im CSR-Management: Strategische Partnerschaften mit Sozialunternehmen“
Alexander Kraemer (AfB gemeinnützige GmbH)
Sozialunternehmen zeichnen sich durch einen unternehmerischen Ansatz zur Lösung gesellschaftlicher Probleme aus. Es gibt unzählige Akteure in Deutschland, denn Sozialunternehmen sind Trend. Die strategischen Partnerschaften zwischen CSR-Abteilungen und Sozialunternehmen dehnen sich zur Zeit immer mehr aus, da diese sich durch kleine Budgets und hohe Wirkung auszeichnen. Im Workshop wollen wir mit einem Impuls über die sozialunternehmerische Szene in Deutschland starten. Im Anschluss sollen sich die Teilnehmer über die Akteure, Erfahrungen und Chancen austauschen um einen praktischen Leitfaden für jeden CSR-Verantwortlichen zu erarbeiten. Dabei sind Vorkenntnisse über Sozialunternehmen Nebensache – aktive Mitarbeit sehr gewünscht!

„Unconscious Bias – Blinde Flecken im Umgang mit personeller Vielfalt“
Manfred Wondrak (factor-D Diversity Consulting, Wien / fair.versity Austria / Plattform Anti-Bias.at)
Unser Gehirn ist ein ausgezeichneter Detektor für Muster. Wir nutzen Faustregeln, wenn wir wahrnehmen und entscheiden. Dieser adaptive Werkzeugkasten wird entsprechend unserer Sozialisierung, Erziehung und Erfahrungen geprägt. In der Regel ist der Wahrnehmungsprozess richtig, doch manchmal kann er auch fehlerhaft oder entgegen unserer bewussten Überzeugungen ablaufen. In diesen Fällen sprechen wir von unbewussten Vorurteilen oder Unconscious Bias.
Unconscious Bias können uns erheblich im Umgang mit anderen Menschen beeinflussen, z.B. in der Zusammenarbeit mit Mitarbeitenden, bei Personalentscheidungen oder bei unseren CSR-Aktivitäten. So wird unser Unbewusstes eher für Menschen aus unserem Kulturkreis präferieren als für andere, weil es mit Ersteren bereits Erfahrungen gemacht hat – ob wir das wollen oder nicht. Solche Denkfehler beziehen sich nicht nur auf sichtbare Merkmale. Als Grundlage kann jede soziale Gruppe dienen: Alter, Geschlecht, Religion, sexuelle Orientierung, sozialer Status u.v.m.
In meiner interaktiven Impuls-Session möchte ich aufzeigen, wie und wo systematische Fehler in unseren Denkprozessen auftreten und mit welchen Strategien wir negative Auswirkungen vermeiden können. Die Sensibilisierung für Unconscious Bias stärkt die CSR-, Diversity- und Führungskompetenzen im Umgang mit einer zunehmend diversen Gesellschaft und den damit verbundenen unterschiedlichen Lebenswelten. Ich freue mich auch eine rege Diskussion und einen spannenden Erfahrungsaustausch, Ihr Manfred Wondrak.

„Können sich Organisationen neu erfinden? – Und wenn ja wie?“
Uli Zens (modatio Unternehmensgestaltung und CSR.Power)

Von vielen Unternehmen werden die Mitarbeiter/innen oft als „wichtigste Ressource“ bezeichnet. Aber was brauchen die Menschen, was brauchen wir, um mit Freude und Engagement an die tägliche Arbeit zu gehen? Dennis W. Bakke, ehemaliger Geschäftsführer und Gründer von AES sagt …„Je größer die individuelle Verantwortung, desto größer die Wahrscheinlichkeit für zunehmende Verbesserungen in der Betriebsführung“ und „Noch wichtiger aber ist es, dass die Arbeit Spaß macht.“ Ein Paradigmenwechsel in der Unternehmenskultur bietet die Möglichkeit, dass Menschen in der Organisation mit Freude und Engagement an ihre tägliche Arbeit gehen – und somit auch ökonomisch agieren. Was braucht es, um von einer klassischen – oft auch hierarchisch – geprägten Organisation den Weg zu einem nachhaltigen Unternehmen der Zukunft zu gehen? Nach einem kurzen Input möchte ich gerne mit Euch der Frage nachgehen: Können Organisationen sich neu erfinden? Und wenn ja, wie?

Themen vorschlagen

Du hast auch ein Thema, für das du auf dem CSRcamp die Patenschaft übernehmen möchtest? Die Session-Planung findet zwar direkt am Morgen des Veranstaltungstages statt, jedoch kann jeder bereits im Vorfeld Sessions und Themen vorschlagen oder nachfragen. Welches Thema schlägts du selbst für eine Session vor oder würdest du gern diskutieren? Schreibe dazu einfach einen Kommentar:

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3 Thoughts on “Themen

  1. Können sich Organisationen neu erfinden? – Und wenn ja wie?
    Uli Zens modatio Unternehmensgestaltung und CSR.Power

    Von vielen Unternehmen werden die Mitarbeiter/innen oft als „wichtigste Ressource“ bezeichnet. Aber was brauchen die Menschen, was brauchen wir, um mit Freude und Engagement an die tägliche Arbeit zu gehen? Dennis W. Bakke, ehemaliger Geschäftsführer und Gründer von AES sagt …„Je größer die individuelle Verantwortung, desto größer die Wahrscheinlichkeit für zunehmende Verbesserungen in der Betriebsführung“ und „Noch wichtiger aber ist es, dass die Arbeit Spaß macht.“ Ein Paradigmenwechsel in der Unternehmenskultur bietet die Möglichkeit, dass Menschen in der Organisation mit Freude und Engagement an ihre tägliche Arbeit gehen – und somit auch ökonomisch agieren. Was braucht es, um von einer klassischen – oft auch hierarchisch – geprägten Organisation den Weg zu einem nachhaltigen Unternehmen der Zukunft zu gehen? Nach einem kurzen Input möchte ich gerne mit Euch der Frage nachgehen: Können Organisationen sich neu erfinden? Und wenn ja, wie?

  2. Unconscious Bias – Blinde Flecken im Umgang mit personeller Vielfalt
    Manfred Wondrak – factor-D Diversity Consulting, Wien / fair.versity Austria / Plattform Anti-Bias.at

    Unser Gehirn ist ein ausgezeichneter Detektor für Muster. Wir nutzen Faustregeln, wenn wir wahrnehmen und entscheiden. Dieser adaptive Werkzeugkasten wird entsprechend unserer Sozialisierung, Erziehung und Erfahrungen geprägt. In der Regel ist der Wahrnehmungsprozess richtig, doch manchmal kann er auch fehlerhaft oder entgegen unserer bewussten Überzeugungen ablaufen. In diesen Fällen sprechen wir von unbewussten Vorurteilen oder Unconscious Bias.
    Unconscious Bias können uns erheblich im Umgang mit anderen Menschen beeinflussen, z.B. in der Zusammenarbeit mit Mitarbeitenden, bei Personalentscheidungen oder bei unseren CSR-Aktivitäten. So wird unser Unbewusstes eher für Menschen aus unserem Kulturkreis präferieren als für andere, weil es mit Ersteren bereits Erfahrungen gemacht hat – ob wir das wollen oder nicht. Solche Denkfehler beziehen sich nicht nur auf sichtbare Merkmale. Als Grundlage kann jede soziale Gruppe dienen: Alter, Geschlecht, Religion, sexuelle Orientierung, sozialer Status u.v.m.
    In meiner interaktiven Impuls-Session möchte ich aufzeigen, wie und wo systematische Fehler in unseren Denkprozessen auftreten und mit welchen Strategien wir negative Auswirkungen vermeiden können. Die Sensibilisierung für Unconscious Bias stärkt die CSR-, Diversity- und Führungskompetenzen im Umgang mit einer zunehmend diversen Gesellschaft und den damit verbundenen unterschiedlichen Lebenswelten. Ich freue mich auch eine rege Diskussion und einen spannenden Erfahrungsaustausch, Ihr Manfred Wondrak.

  3. CSR in Kleinstunternehmen: unmöglich oder unumgänglich?
    Wolfgang Keck, keck kommuniziert! was etwas bewegt, Berlin

    „CSR ist doch nur ein Thema für große und Unternehmen und Global Players! Was wollen Sie denn da mit KMUs?“ An dieses Zitat aus einem Gespräch auf einem Wirtschaftsforum im Jahr 2004 kann ich mich gut erinnern. Heute ist CSR im Mittelstand stärker angekommen, aber die Reise, zu der ich Euch mitnehmen möchte und von Euch mitgenommen werden mag, geht weiter! Um es auf den Punkt zu bringen: Wenn wir mit CSR ein Konzept für nachhaltiges Wirtschaften voranbringen wollen, aber den weitaus größten Teil der Unternehmen nicht in seiner Eigenart erreichen, dann schaffen wir es weder in die Breite noch in die Regionen. Außerdem entgehen uns wertvolle Impulse, Innovationen und glaubwürdiger UnternehmerInnengeist. Die Sprache ist von Kleinstunternehmen. Das sind Unternehmen mit weniger als 10 Beschäftigten, darunter eine Vielzahl an Ein-Personen-Unternehmen. Die CSRcamp Session zu Kleinstunternehmen soll ein breites Spannungsfeld eröffnen: Wer von Euch ist in einem Kleinstunternehmen beschäftigt? Können Kleinstunternehmen überhaupt strategisch CSR betreiben? Welche CSR-Leistungen schaffen Kleinstunternehmen besser, leichter, schneller? Wie erreichen wir Kleinstunternehmen mit CSR und geben ihnen eine Sprache? Welche Anerkennungskultur braucht CSR in Ein-Personen-Unternehmen? Auf ein weites Feld an Fragen und Impulsen freue ich mich, hoffentlich nicht alleine, herzlich Wolfgang Keck

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